Kleine Laufbilanz 2021

Das mit dem Bloggen wird immer weniger, aber gelegentlich stell ich fest, dass ich den Tagebuch-Charakter doch ganz gern mag, also will ich kurz mal die Sache mit dem Laufen im Jahr 2021 niederschreiben.

Ich habe 2021 da weitergemacht, wo ich im Vorjahr aufgehört habe und ein recht ordentliches Laufpensum aufrecht erhalten. Die 1000 km dürfte ich dieses Jahr deutlich früher zusammen kriegen, als erst im Dezember. Ende des Monats vermutlich.

Ich wurde schon gefragt, wovor ich denn weglaufe.

Weiterlesen

Eine Zugfahrt

Vor ein paar Wochen waren wir mal wieder in England wandern – im Lake District, um genau zu sein. Wenn ihr meinem digitalen Treiben ansatzweise folgt, werdet ihr sicher ein paar der Bilder dieser großartigen Landschaft gesehen haben. Ich tue eigentlich alles dafür, dass ihr da keine andere Wahl habt.

Im Lake District waren wir vor zwei Jahren schon mal, aber praktischerweise gibt es dort noch mehr Wanderrouten, so dass man sicher noch ein paar mal da rumwandern und -klettern kann, ohne sich großartig zu wiederholen. Aber es soll hier nicht um das Wandern dort gehen, sondern um das Reisen dahin.

Anders als vor zwei Jahren sind wir dieses Jahr die komplette Strecke mit dem Zug gefahren, auf dem Hinweg also von Berlin nach Ulverston und auf dem Rückweg von Windermere nach Berlin. Und weil das einigermaßen ungewöhnlich war, schreibe ich jetzt einen sehr langen und wenig spannenden Text darüber.

Weiterlesen

Hurra, die Welt geht unter

Am Donnerstag konnte ich nicht einschlafen. Plötzlich war da dieser Geruch von Rauch im Schlafzimmer und seit dieser Geschichte reagiere ich auf sowas immer etwas panisch. Irgendwann war ich draußen und habe in der Nachbarschaft nach dem Feuer gesucht. Auflösung der Geschichte war ein Waldbrand in Brandenburg, dessen Rauch über die Stadt zog und, wenn man dem Hashtag #Waldbrand bei Twitter Glauben schenken durfte, für einige Panik in den zentraleren Stadtteilen gesorgt hat. Brandenburg, das Kalifornien Deutschlands.

Weiterlesen

Hurra, die Welt geht unter

Ich schwitze. Das allein dürfte als Metrik für den drohenden Weltuntergang kaum ausreichen, aber wenn die „Klimaskeptiker“ bei jedem Frost höhnisch fragen dürfen, wo denn jetzt die globale Erwärmung bliebe, dann möchte ich das an dieser Stelle auch mal so festhalten: Ich schwitze, das Ende ist nah!

Weiterlesen

Wandern in Schottland – Der Speyside Way

Der ein oder andere wird’s mitbekommen haben, ich war ein paar Tage in Schottland unterwegs und bin mit der Liebsten zusammen den Speyside Way gewandert. Der Spey ist ein recht großer Fluss, der durchs schottische Hochland fließt und in die Nordsee mündet. Wir sind entgegen der Fließrichtung gewandert, haben also in der Nähe der Mündung begonnen.

Es folgt eine kleine Auswahl von Bildern. Gelegentlich stehen da auch ein paar Worte dazu, wenn es was zu sagen gibt. Einen vollständigen Reisebericht wird es nicht geben, da einfach viel zu viel passiert ist, als dass ich das sinnvoll aufschreiben könnte.

Viel Spaß mit den Bildern!

Weiterlesen

Hurra, die Welt geht unter

Ich finde, jetzt wo der Eisberg da unten bei Larsen-C endlich abgebrochen ist, kann man mal wieder über das nahende Ende der Welt reden. Dabei ist völlig klar, dass dieses kleine Eisbergchen rein gar nichts mit dem Klimawandel zu tun hat. Passiert ja ständig, dass Eisberge entstehen, so ein Gletscher kalbt halt. Völlig normaler Prozess und kein Grund zur Sorge, mal abgesehen vielleicht von der Tatsache, dass genau das gleiche vor ein paar Jahren bei Larsen-A und B passierte, welche sich mittlerweile komplett und bis auf weiteres von diesem Planeten verabschiedet haben.

In jedem Fall ist das eine spannende Gelegenheit, etwas über die Prozesse rund um das ganze Eis da unten zu lernen, allzu gut versteht man diese offenbar noch nicht. Auf der anderen Seite: Je mehr man herausfindet, desto besorgniserregender wird es irgendwie.

Falls ihr euch an den Anblick einer eisfreien Erde schonmal gewöhnen wollt: So in etwa könnte unser Planet dann aussehen. Wenn ich das richtig interpretiere, dauert es nicht mehr lange, bis Berlin am Meer liegt. Oder – wenig später – im Meer. Yeah!

Aber damit das mit dem Klimawandel nicht zu abstrakt wird, haben wir noch ein paar anschaulichere Ereignisse quasi direkt vor der Haustür. Während in Deutschland alle paar Wochen eine andere Großstadt absäuft – im Moment wird wohl gerade in Kölns Unterführungen geplanscht – geben die Gletscher der Alpen ihre Toten frei. Makaber, aber vielleicht auf eine Art auch positiv, bringt sowas doch dem ein oder anderen Hinterbliebenen Gewissheit.

Bevor wir zum Schluss kommen, hier noch ein Artikel über Methanblasen in Sibirien und Alaska, den ich einzig und allein deswegen gespeichert habe, weil ich das Wort Pingos so großartig finde. So heißen diese Blasen dann, wenn sie sich an der auftauenden Erdoberfläche zu erkennen geben, kurz bevor sie platzen, was natürlich prinzipiell schlecht ist. Aber wer will ihnen das bei diesem niedlichen Namen noch übel nehmen.

Beenden wir unsere kleine apokalyptische Klimaschau mit einem ersten Rückblick auf das erste Halbjahr 2017 und stellen fest, dass es immer noch verdammt warm ist, was Wissenschaftler offenbar gerade ziemlich erschreckt, weil es eigentlich mangels El Niño deutlich kühler sein sollte. Tja.

Lakeland Round – Etappe 6

Auch ich habe schon davon gehört, dass es in England ab und zu, in ganz seltenen Fällen mal, ein klein wenig regnen könnte. Nennt mich übervorsichtig, aber ich hatte sogar Regenklamotten im Gepäck. Dass es nun aber wie aus Eimern kübeln würde, damit konnte nun wirklich keiner rechnen. Unsere letzte Etappe beschränkte sich also auf die Strecke zwischen Bed & Breakfast und Bushaltestelle.

Wir hatten dann einen netten Tag in den Cafes von Grasmere.

Etappe 1
Etappe 2
Etappe 3
Etappe 4
Etappe 5

Lakeland Round – Etappe 5


Castlerigg Steinkreis

Hinter uns lag ein entspannter Pausentag, an dem wir uns den Regen aus dem Inneren eines netten Cafes in Keswick angeschaut haben. Mit frischer Kraft und bei bestem Sonnenschein ging es auf die vorletzte Etappe, die uns nach Glenridding bringen sollte.

Das erste Ziel unserer Wanderung führte uns zum Castlerigg Steinkreis. Ein mythischer Ort, dessen ursprüngliche Bedeutung wohl nie so ganz genau bestimmt werden kann, der heute aber große Anziehungskraft auf Touristen in Outdoor-Outfits ausübt. So Leute wie wir zum Beispiel.

Anschließend führte die Strecke quasi menschenleer durch ein Tal, dessen Name ich mir nicht gemerkt habe. Nur gelegentlich begegnete man anderen Wanderern, die dann so Dinge sagten wie: Ist es nicht ein herrlicher Tag, um am Leben zu sein?

Die große Herausforderung dieser Etappe wartete kurz vor unserem Ziel auf uns: Der Sticks Pass mit seinen etwas über 700m Höhe musste überquert werden.

Das war an sich ok, weil der Anstieg relativ flach gestaltet war und man sich mittlerweile an die Beschaffung der Wege und so gewöhnt hat. Damit meine ich, dass man es mit gelassener Gleichgültigkeit hinnimmt, vor jedem Schritt genau zu überlegen, wie hoch jetzt das Risiko ist, sich in dem Geröll relevante Bänder zu zerren.

Woran man sich nicht so leicht gewöhnt: Während man nun also bedacht, Schritt für Schritt diesen Berg raufschleicht, ruft jemand von vorne Aus dem Weg! und sprintet bergab an einem vorbei. Die dazugehörige Sportart nennt sich Fell Running und geht da drüben als vernünftiger Zeitvertreib durch.

Hier ein paar Eindrücke, wie sowas aussehen kann:

Als wir den windigen Pass hinter uns gelassen haben und damit beschäftigt waren, uns keine Bände beim Abstieg zu zerren oder reißen, wurden wir erneut freundlich darum gebeten, kurz die Spur aus Geröll und großen Steinen freizugeben. Dieses Mal kamen vier selbstmordgefährdete Mountainbiker den Berg runter geschossen. Auch das geht dort drüben offenbar als vernünftiger Zeitvertreib durch.

Etappe 1
Etappe 2
Etappe 3
Etappe 4
Etappe 6

Lakeland Round – Etappe 4


Suchbild – Hier verstecken sich mindestens zwei Schafe

Unsere Tour sah heute mit 22km die längste Etappe der ganzen Runde vor. Von Buttermere sollte es in einem etwas komplizierteren Bogen südlich über diverse Pässe und durch so einige Täler nach Keswick gehen.

Glücklicherweise trafen wir gestern auf einen Mitarbeiter eines Konkurrenten unseres Reiseveranstalters, der gerade beruflich die Strecken auskundschaftet. 

Seine Strecke, die quasi auf direkter Linie ans Ziel führte, kam dem Zustand unserer Füße deutlich entgegen. Sicherlich haben wir dadurch einige schöne Flecken des Lake Districts verpasst, aber die Route war auch sehr sehenswert und dabei nur etwa 15km lang.

Außerdem hat uns James sehr unterhaltsam Gesellschaft geleistet und und sein Wissen über die Eigenheiten der Briten großzügig mit uns geteilt.


Derwent Water

Irgendwann trennten sich unsere Wege und wir kürzten noch weitere 4km mit der Fähre über Derwent Water ab. Die Fähre war in dem Fall allerdings nur ein Motorboot, dass nur wegen uns den See überquerte. Die reguläre Fähre konnte wegen des niedrigen Wasserstandes gerade nicht an der Haltestelle anlegen, daher hatten wir mit Simon unseren privaten Käptn, der auch allerhand Wissenswertes über die Gegend zu erzählen wusste.

Etappe 1
Etappe 2
Etappe 3
Etappe 5
Etappe 6