Hurra, die Welt geht unter

Am Donnerstag konnte ich nicht einschlafen. Plötzlich war da dieser Geruch von Rauch im Schlafzimmer und seit dieser Geschichte reagiere ich auf sowas immer etwas panisch. Irgendwann war ich draußen und habe in der Nachbarschaft nach dem Feuer gesucht. Auflösung der Geschichte war ein Waldbrand in Brandenburg, dessen Rauch über die Stadt zog und, wenn man dem Hashtag #Waldbrand bei Twitter Glauben schenken durfte, für einige Panik in den zentraleren Stadtteilen gesorgt hat. Brandenburg, das Kalifornien Deutschlands.

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Hurra, die Welt geht unter

Ich schwitze. Das allein dürfte als Metrik für den drohenden Weltuntergang kaum ausreichen, aber wenn die „Klimaskeptiker“ bei jedem Frost höhnisch fragen dürfen, wo denn jetzt die globale Erwärmung bliebe, dann möchte ich das an dieser Stelle auch mal so festhalten: Ich schwitze, das Ende ist nah!

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Wandern in Schottland – Der Speyside Way

Der ein oder andere wird’s mitbekommen haben, ich war ein paar Tage in Schottland unterwegs und bin mit der Liebsten zusammen den Speyside Way gewandert. Der Spey ist ein recht großer Fluss, der durchs schottische Hochland fließt und in die Nordsee mündet. Wir sind entgegen der Fließrichtung gewandert, haben also in der Nähe der Mündung begonnen.

Es folgt eine kleine Auswahl von Bildern. Gelegentlich stehen da auch ein paar Worte dazu, wenn es was zu sagen gibt. Einen vollständigen Reisebericht wird es nicht geben, da einfach viel zu viel passiert ist, als dass ich das sinnvoll aufschreiben könnte.

Viel Spaß mit den Bildern!

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Hurra, die Welt geht unter

Ich finde, jetzt wo der Eisberg da unten bei Larsen-C endlich abgebrochen ist, kann man mal wieder über das nahende Ende der Welt reden. Dabei ist völlig klar, dass dieses kleine Eisbergchen rein gar nichts mit dem Klimawandel zu tun hat. Passiert ja ständig, dass Eisberge entstehen, so ein Gletscher kalbt halt. Völlig normaler Prozess und kein Grund zur Sorge, mal abgesehen vielleicht von der Tatsache, dass genau das gleiche vor ein paar Jahren bei Larsen-A und B passierte, welche sich mittlerweile komplett und bis auf weiteres von diesem Planeten verabschiedet haben.

In jedem Fall ist das eine spannende Gelegenheit, etwas über die Prozesse rund um das ganze Eis da unten zu lernen, allzu gut versteht man diese offenbar noch nicht. Auf der anderen Seite: Je mehr man herausfindet, desto besorgniserregender wird es irgendwie.

Falls ihr euch an den Anblick einer eisfreien Erde schonmal gewöhnen wollt: So in etwa könnte unser Planet dann aussehen. Wenn ich das richtig interpretiere, dauert es nicht mehr lange, bis Berlin am Meer liegt. Oder – wenig später – im Meer. Yeah!

Aber damit das mit dem Klimawandel nicht zu abstrakt wird, haben wir noch ein paar anschaulichere Ereignisse quasi direkt vor der Haustür. Während in Deutschland alle paar Wochen eine andere Großstadt absäuft – im Moment wird wohl gerade in Kölns Unterführungen geplanscht – geben die Gletscher der Alpen ihre Toten frei. Makaber, aber vielleicht auf eine Art auch positiv, bringt sowas doch dem ein oder anderen Hinterbliebenen Gewissheit.

Bevor wir zum Schluss kommen, hier noch ein Artikel über Methanblasen in Sibirien und Alaska, den ich einzig und allein deswegen gespeichert habe, weil ich das Wort Pingos so großartig finde. So heißen diese Blasen dann, wenn sie sich an der auftauenden Erdoberfläche zu erkennen geben, kurz bevor sie platzen, was natürlich prinzipiell schlecht ist. Aber wer will ihnen das bei diesem niedlichen Namen noch übel nehmen.

Beenden wir unsere kleine apokalyptische Klimaschau mit einem ersten Rückblick auf das erste Halbjahr 2017 und stellen fest, dass es immer noch verdammt warm ist, was Wissenschaftler offenbar gerade ziemlich erschreckt, weil es eigentlich mangels El Niño deutlich kühler sein sollte. Tja.

Lakeland Round – Etappe 6

Auch ich habe schon davon gehört, dass es in England ab und zu, in ganz seltenen Fällen mal, ein klein wenig regnen könnte. Nennt mich übervorsichtig, aber ich hatte sogar Regenklamotten im Gepäck. Dass es nun aber wie aus Eimern kübeln würde, damit konnte nun wirklich keiner rechnen. Unsere letzte Etappe beschränkte sich also auf die Strecke zwischen Bed & Breakfast und Bushaltestelle.

Wir hatten dann einen netten Tag in den Cafes von Grasmere.

Etappe 1
Etappe 2
Etappe 3
Etappe 4
Etappe 5

Lakeland Round – Etappe 5


Castlerigg Steinkreis

Hinter uns lag ein entspannter Pausentag, an dem wir uns den Regen aus dem Inneren eines netten Cafes in Keswick angeschaut haben. Mit frischer Kraft und bei bestem Sonnenschein ging es auf die vorletzte Etappe, die uns nach Glenridding bringen sollte.

Das erste Ziel unserer Wanderung führte uns zum Castlerigg Steinkreis. Ein mythischer Ort, dessen ursprüngliche Bedeutung wohl nie so ganz genau bestimmt werden kann, der heute aber große Anziehungskraft auf Touristen in Outdoor-Outfits ausübt. So Leute wie wir zum Beispiel.

Anschließend führte die Strecke quasi menschenleer durch ein Tal, dessen Name ich mir nicht gemerkt habe. Nur gelegentlich begegnete man anderen Wanderern, die dann so Dinge sagten wie: Ist es nicht ein herrlicher Tag, um am Leben zu sein?

Die große Herausforderung dieser Etappe wartete kurz vor unserem Ziel auf uns: Der Sticks Pass mit seinen etwas über 700m Höhe musste überquert werden.

Das war an sich ok, weil der Anstieg relativ flach gestaltet war und man sich mittlerweile an die Beschaffung der Wege und so gewöhnt hat. Damit meine ich, dass man es mit gelassener Gleichgültigkeit hinnimmt, vor jedem Schritt genau zu überlegen, wie hoch jetzt das Risiko ist, sich in dem Geröll relevante Bänder zu zerren.

Woran man sich nicht so leicht gewöhnt: Während man nun also bedacht, Schritt für Schritt diesen Berg raufschleicht, ruft jemand von vorne Aus dem Weg! und sprintet bergab an einem vorbei. Die dazugehörige Sportart nennt sich Fell Running und geht da drüben als vernünftiger Zeitvertreib durch.

Hier ein paar Eindrücke, wie sowas aussehen kann:

Als wir den windigen Pass hinter uns gelassen haben und damit beschäftigt waren, uns keine Bände beim Abstieg zu zerren oder reißen, wurden wir erneut freundlich darum gebeten, kurz die Spur aus Geröll und großen Steinen freizugeben. Dieses Mal kamen vier selbstmordgefährdete Mountainbiker den Berg runter geschossen. Auch das geht dort drüben offenbar als vernünftiger Zeitvertreib durch.

Etappe 1
Etappe 2
Etappe 3
Etappe 4
Etappe 6

Lakeland Round – Etappe 4


Suchbild – Hier verstecken sich mindestens zwei Schafe

Unsere Tour sah heute mit 22km die längste Etappe der ganzen Runde vor. Von Buttermere sollte es in einem etwas komplizierteren Bogen südlich über diverse Pässe und durch so einige Täler nach Keswick gehen.

Glücklicherweise trafen wir gestern auf einen Mitarbeiter eines Konkurrenten unseres Reiseveranstalters, der gerade beruflich die Strecken auskundschaftet. 

Seine Strecke, die quasi auf direkter Linie ans Ziel führte, kam dem Zustand unserer Füße deutlich entgegen. Sicherlich haben wir dadurch einige schöne Flecken des Lake Districts verpasst, aber die Route war auch sehr sehenswert und dabei nur etwa 15km lang.

Außerdem hat uns James sehr unterhaltsam Gesellschaft geleistet und und sein Wissen über die Eigenheiten der Briten großzügig mit uns geteilt.


Derwent Water

Irgendwann trennten sich unsere Wege und wir kürzten noch weitere 4km mit der Fähre über Derwent Water ab. Die Fähre war in dem Fall allerdings nur ein Motorboot, dass nur wegen uns den See überquerte. Die reguläre Fähre konnte wegen des niedrigen Wasserstandes gerade nicht an der Haltestelle anlegen, daher hatten wir mit Simon unseren privaten Käptn, der auch allerhand Wissenswertes über die Gegend zu erzählen wusste.

Etappe 1
Etappe 2
Etappe 3
Etappe 5
Etappe 6

Lakeland Round – Etappe 3


Ausblick aus dem Hotelzimmer in Boot

Die dritte Etappe war trügerisch, machte sie doch zunächst einen sehr entspannten Eindruck. Am Anfang galt es das Eskdale Moor zu durchqueren, was eine recht harmlose Angelegenheit ist, wo es gerade so trocken war und wenn man sich an die Wege hält.


Das Moor

In Wasdale angekommen, kann man sich​ im Inn mit einem Ale oder Cider stärken und das tolle Wetter genießen. Und schließlich super entspannt durch das nächste Tal in Richtung Black Sail Pass spazieren.


In Wasdale

Dieser Pass hat es indes in sich. Es ist ein fieser Aufstieg, der ganz gut auf die Kraftreseven geht. Die Stufen und das motivierende Blöken der Fell-Schafe helfen, aber es ist hart.


Black Sail Pass – Der Blick zurück auf etwa halber Höhe

Wirklich perfide wird es aber, wenn man den Höhepunkt des Passes erreicht hat. Dann sieht man zum einen die wundervolle Aussicht über das folgende Tal, sowie in der Ferne den nächsten Pass den man erklimmen muss, als auch den Abstieg ins Tal, der sich extrem steil und entsprechend anstrengend gestaltete.


Das Tal

Nach der Taldurchquerung dann das gleiche nochmal von vorn. Nur, dass der Abstieg Tatsache nochmal härter war.

Der Grund, warum die Abstiege immer deutlich härter waren, für Mensch und Material, war das, was die in England für Wege halten. Bei uns würde man sagen: Da hat jemand ein paar Klamotten und Geröll aufs Feld geworfen. Hier geht sowas als komfortabler Wanderweg durch.


Wanderweg

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Lakeland Round – Etappe 2

(Da machte das Internet im Pub am ersten Tag einen deutlich vielversprechenderen Eindruck, als an allen folgenden Tagen, daher werden die folgenden Etappen ein wenig zeitversetzt nachgereicht.)

Der Schwierigkeitsgrad zum Vortag zog merklich an, also die perfekte Gelegenheit, mal eben noch einen Abstecher auf den ca. 800m hohen Old Man und die umliegenden Gipfel einzuschieben.

Vielleicht nicht unsere schlauste Idee auf der Tour, wir waren allein damit gute 3h beschäftigt und anschließend schon völlig fertig. Die restliche Strecke hatte über die nächsten 6h auch noch einige spannende Auf- und Abstiege parat. Von den spannenden Wegfindungsherausforderungen auf sumpfigen Schafweiden ganz zu schweigen*.

Aber verdammt, es hat sich gelohnt. Ich bin offenbar sehr anfällig für diese Endorphine, die einen kurz nach dem Erreichen des Gipfels übermannen. Ich war sehr glücklich.

* Einmal fehlte nicht nur der Weg, den wir wandern sollten, sondern gleich der ganze Wald, der dort vorgeblich drumherum  existieren sollte.

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