Starfrosch feat. Jerry Spoon – Kalte Ohren (Remix)

Manchmal geht das mit dem Remixen auch schief. Kann vielfältige Gründe dafür geben, manchmal kommt es aus verschiedenen Gründen gar nicht erst zu Stande und manchmal bekomme ich einfach keinen guten Track auf die Reihe. Mein Versprechen an die Künstler ist dann immer, dass der Track einfach nie veröffentlicht wird. Keine Sorge, keiner der bisher unveröffentlichten Remixe liegt zu Unrecht in der Schublade.

In diesem Fall ging das nicht so ganz komplett schief, aber so richtig glücklich ist auch niemand mit meinem Remix. Irgendwie klingt der recht lahm und mutlos und tatsächlich etwas uninspiriert. Mit ein wenig Abstand kann ich das ganz selbstkritisch wohl darauf zurückführen, dass ich einfach zu beeindruckt vom Original war und zu stark versucht habe, dem nachzueifern. Das ist weder mein Stil noch mein Produktionslevel. Und ganz vielleicht hatte ich auch eine kleine kreative Tiefphase im April/Mai, als ich an dem Track saß. Sowas kommt leider auch vor.

Das Ergebnis ist aber trotzdem hörbar – ich mag z.B. die Bassline da gegen Ende irgendwie, daher möchte ich das hier trotzdem dokumentieren und auch die Gelegenheit nutzen, auf die großartige Arbeit von Markus aka Starfrosch hinzuweisen. Erstmal macht er zusammen mit seinem Partner in Crime Jerry Spoon großartige Musik – hört euch ruhig mal das Album zu dem Track hier an! – und dann betreibt er auch noch eine Art Chart-Seite für freie Musik, auf der ausschließlich großartige Musik zu finden ist. Ein Paradis für Content Creators die den passenden Sound suchen, aber auch darüber hinaus eine reine Goldgrube für gute Musik. Überhaupt, folgt ihm einfach mal auf Twitter oder so und klickt ab und zu mal auf seine Musikempfehlungen, lohnt sich!

Zum Abschluss pack ich euch hier noch den Originaltrack als Video rein, das ist ja auch sehr gelungen wie man sieht.

Nachtrag: Falls ihr ein paar gelungenere Remixe von dem Track hören wollt, könnt ihr hier mal reinhören, in das offizielle Remix-Album.

Deltawelle – Atme (Remix)

Auf einer der letzten Parties im Rosis im ausklingenden Jahr 2018 kam ich mit Franz ins Gespräch – Sänger der Berliner Indieband Deltawelle. Nun ist es leider so, dass immer dann, wenn sich herausstellt, dass mein Gesprächspartner Musiker ist, ich irgendwann relativ sofort das Thema Remix ins Gespräch bringe. Ich weiß, eine furchtbare Angewohnheit. Normalerweise bekomme ich dann ein freundliches Lächeln und ein Oh ja klar, da kann man sicher was machen und dann ist plötzlich das Bier alle oder die Natur ruft. Franz ließ sich drauf ein und so durfte ich den großartigen Song Atme schlimm verunstalten.

Sowas läuft ja nie nach Plan, man bastelt sich da meistens in die Richtung, in die der Song einen treibt und in dem Fall kam ein netter kleiner Indie-Electro-Track bei rum, der mich sehr an die frühen 2000er erinnerte, wo sowas in jedem Berliner Kellerclub lief. Ja doch, ist ganz nett geworden.

Ist vermutlich überall verfügbar, wo es so Musik gibt in diesem Internet hier.

Rangliste der Pressefreiheit 2019

Die Reporter ohne Grenzen haben die diesjährige Rangliste der Pressefreiheit veröffentlicht und dazu auch ein kleines Video veröffentlicht, in dem ein Song aus meinem neuen Album verwendet wurde.

Auf der einen Seite freue ich mich natürlich, wenn meine Musik unter die Leute kommt, auf der anderen Seite stimmt es mich schon etwas nachdenklich, plötzlich in so einem ernsten und wenig erfreulichen Kontext aufzutauchen.

Für die Reporter ohne Grenzen kann man übrigens hier spenden.

Album – Private Ark

Es kam auch für mich sehr überraschend, aber irgendwann so Ende 2018 hatte ich plötzlich schon wieder ein Album fertig. Es hieß da noch irgendwie anders und ein paar Kleinigkeiten waren noch nicht an ihrem Platz, aber es war da. Es war sogar soweit da, dass ich es einem ausgewählten Testpublikum zum Hören rüber geben konnte.

Die Veröffentlichung hat sich dann natürlich noch etwas gezogen, wie das immer so ist. Ist ja auch alles nur ein Hobby, da will man sich oder die Lieblingsgrafikerin nicht stressen. Außerdem ist es ja auch gut, immer etwas Abstand zum Werk aufzubauen, die Tracks mal etwas reifen lassen und so.

Und bei jedem Mal, wo ich mit frischen Ohren wieder reingehört habe, hatte ich ein Grinsen im Gesicht. Ich glaube, ich hatte noch nie soviel Spaß an der Musik wie bei diesem Album und bei jedem Mal Hören werde ich daran erinnert. Ich liebe dieses Album. Keine Ahnung, ob es das Beste ist, was ich je gemacht habe, aber ich liebe es so, wie es ist.

Kommen wir zu den Highlights. Besonders herausstechen dürften wohl die beide Städte in der Tracklist. Beides Tracks, wo man Geräusche aus den jeweiligen Städten hört. In Manchester musste ich das noch mit Handy improvisieren, aber ich wollte dieses geisterhafte Tram-Signal mit diesem irren Hall in den Häuserschluchten irgendwie einfangen. Ziel war es dann, einen möglichst britischen und industriellen Soundtrack um dieses Geräusch zu basteln.

In Stockholm hatte ich das Aufnahmegerät dabei, daher besteht auch der komplette Track aus Stockholmgeräuschen, bis auf die Drums. Man hört Schritte im Schnee, Fußgängerampeln und Vögel aus dem Skansen. Nur, dass ich aus den Ampeln die Instrumente und aus den Vögeln Dinosaurier gemacht habe. Keine Ahnung, ob das am Ende wirklich zu Stockholm passt, aber für mich wird es wohl auf absehbare Zeit der Soundtrack zur Stadt sein.

In Manchester und Private Ark habe ich jeweils etwas mit Modularer Synthese rumexperimentiert. Ich bin damit noch nicht ganz warm geworden, muss ich zugeben, aber ein paar interessante Sounds sind bei rumgekommen. Bei Private Ark bin ich übrigens sehr stolz auf die Flächen im Mittelteil und das Klavier am Ende.

Und einer der merkwürdigsten Tracks steht ganz am Ende: Longest Summer. Ich weiß, wie ich den Song angefangen habe. Ich hatte ein neues Delay und hab das mal ausprobiert. Ich weiß aber nicht mehr was dann passierte. Zwischendurch wollte ich den Track auch mal komplett wegwerfen, was schade gewesen wäre, weil ich ihn für das Interessanteste halte, was ich bisher so komponiert habe.

Hier ist das gute Stück. Ich hoffe, ihr habt daran auch ein bisschen Spaß.

Ich möchte mich sehr herzlich bei allen Bedanken, die mir bei der Kunst unterstützend zur Seite standen: Die Lieblingsgrafikerin Kristin, ohne die es in euren Playern deutlich trostloser aussehen würde. Benjamin, der sehr oft probehören musste und ein paar schöne Ideen beigesteuert hat. Wolf und Heiko, die sich aufopferungsbereit als Testhörer zur Verfügung gestellt haben. Und natürlich meine Liebste, die das hier alles auf ihre Art unterstützt.


Ihr solltet das Album überall im Netz finden, wo man üblicherweise Musik findet, z.B hier, hier oder hier. Ihr könnt es auch direkt hier downloaden. Wem die animierten Videos gefallen haben, die ich letzte Woche gepostet habe, die gibt’s jetzt bei YouTube in voller Länge.
Das Album steht wie üblich unter freier Lizenz zur weiteren Verwendung zur Verfügung.

Creative Commons Lizenzvertrag

Private Ark von Six Umbrellas ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Neues Album

Das neue Album ist fertig! Hier seht ihr schon mal das wundervolle Cover, für das sich wie immer meine Lieblingsgrafikerin Kristin kreativ aufgerieben hat. Tausend Dank!!!

Wenn ihr mir auf den üblichen Social Media – Kanälen folgt, könnt ihr dort die Tage ein paar Previews zu den Songs anhören. Am 5. April wird das Album dann in allen digitalen Shops und auf den üblichen Plattformen zur Verfügung stehen.

Uijuijui – Mein Junge (Remix)

Vor knapp zwei Jahren habe ich für die Jungs von Uijuijui meinen zweiten Remix gemacht. Der Track heißt neuerdings* Mein Junge und vertont ein blutiges Familiendrama, dass die gescheiterte Beziehung zwischen Mutter und Sohn in ein lyrisches Gewand kleidet.

Während das Original das Thema in ein verkopftes Prog-Rock-Kostüm zwängt, habe ich mich beim Remix natürlich für das viel passendere Sujet aus Techno mit viel Vocoder entschieden.

Es hat etwas gedauert, bis sowohl Original als auch Remix das Licht der Welt erblickten. Aber was lange wartet, wird endlich gut. Zu hören ist Ballade von Mutter und Sohn auf dem neuen Album der Hamburger mit dem schönen Titel Es ist kompliziert (Bandcamp-Link). Es ist ein sehr schönes Album.

Den Remix findet ihr auf dem dazugehörigen Remix-Album Es ist noch komplizierter (Bandcamp-Link). Das ist noch schöner, was ich vollkommen unbefangen feststellen möchte. So oder so: Viel Spaß mit dieser schön verrückten Musik!

*Der Track hatte ursprünglich den viel schöneren Titel Meen Dschung und ich persönlich möchte diese Namensänderung gerne anprangern. So.

Vincen Teetsov – For The Days (Remix)

Vincent Teetsov ist ein amerikanischer Musiker, der offenbar gerade in Toronto lebt und Gitarrenmusik macht. Ich würde sagen, das könnte man unter Blues oder Indie Pop mit hier und da ein paar Folk-Einschlägen beschreiben. Singer-/Song-Writer, halt. Ich hatte schon einmal Kontakt mit ihm, als ich vor ein paar Jahren für sein damaliges Projekt Novelty Citizen geremixed habe. Ich mag sowohl das Original als auch den Remix von damals immer noch sehr gerne.

Jedenfalls hatten wir vor ein paar Wochen wieder Kontakt. Er hat Ende des Jahres sein Album Roar In The Garbage Can (lest mal nach, wo der Titel herkommt!) veröffentlicht und mich gefragt, ob ich nicht wieder einen Remix machen wollte. Wollte ich, denn das Album ist ziemlich nett geworden und ein Song daraus hat es mir besonders angetan. For The Days ist der letzte Track im Album und hat einerseits diesen etwas dunkleren REM-Vibe, aber trotzdem eine recht positive, sogar aufmunternde Stimmung und Botschaft.

Auf der anderen Seite war es definitiv nicht der leichteste Song, den man sich zum Remixen raussuchen konnte. Ich habe mehrere Anläufe gebraucht, bin aber mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Ich habe eine paar der leiseren Textzeilen vom Anfang des Songs weggelassen, einfach weil es sowohl vom Sound als auch von der etwas anderen Stimmung des Remixes her besser gepasst hat. Außerdem konnte ich dadurch diesen netten Groove, den ich da gefunden habe, auch konstant durchziehen. Ich bin jedenfalls mit dem Ergebnis sehr zufrieden und hoffe, dass euch der Track auch gefällt. Hört euch auf jeden Fall auch das Original an und gebt Vincent hier und da und natürlich da ein paar Likes!

Download – Lizenz: CC-BY-SA 3.0

Breitband

Auf dem DLF Kultur läuft einmal wöchentlich eine Sendung namens Breitband, von der ich bisher nicht allzu wusste außer, dass sie auch freie Musik oder Netzmusik spielen, also Musik unter CC-Lizenz, wie auch ich sie mache. In der heutigen Ausgabe wurde auch meine aktuelle Single Magic gespielt, weswegen ich natürlich auch mal reingehört habe.

Und das war ziemlich cool. Ich lasse die spannenden politischen und journalistischen Themen jetzt mal außen vor, auch wenn das alles wirklich interessant war. Was mich aber wirklich beeindruckt hat, war die Auswahl und Qualität der ausgewählten Netzmusik. Auch wenn ich solche Musik selber produziere, kriege ich kaum mit, was da draußen so für Perlen existieren und wie viele es davon gibt.

Kuratiert wurde die Liste von Roland Graffé, der u.a. auch den Podcast Machtdose betreibt, den ich euch aus dem gleichen Grund ans Herz legen möchte.

Schön, dass es noch so viele und so tolle Plattformen für freie Musik gibt. Die werden alle von mir hören, wenn das neue Album kommt. Also bald 😉

TL;DR: Mein Song war im Radio – deutschlandweit im DLF Kultur – und ihr könnt die Sendung in der Mediathek sicher noch eine Weile nachhören, was ihr unabhängig von meinem Song auch tun solltet.

Magic

Irgendwer sagte mal: „Mache alles zur Kunst!“ Dieses Zitat, dessen Urheber ich zu googlen gerade zu faul bin, ist irgendwie hängen geblieben und nicht, dass es tatsächlich ein Lebensmotto geworden wäre, aber so hin und wieder bahnt es sich seinen Weg in mein Bewusstsein und dann filme ich meine betrunkenen Freunde, wie sie zu peinlicher Musik unfassbar toll abdancen und mache daraus ein Musikvideo. Zu völlig unpeinlicher Musik, versteht sich.

Magic ist die erste Single aus dem neue Album, das quasi schon in seinen Startlöchern steht. Mix, Master und Artwork benötigen noch den entsprechenden Feinschliff, aber haltet im Januar mal Augen und Ohren offen, es lohnt sich!

Leider bestanden alle Beteiligten darauf, ausreichend anonymisiert zu werden. Notgedrungen habe ich diesem Wunsch nachgegeben.

Ich wünsche euch schöne Feiertage und viel Spaß mit Magic.

Ihr könnt den Song hier oder bei Bandcamp kostenlos runterladen und er steht auch wieder unter freier Lizenz zu weiterer Nutzung zur Verfügung.

Creative Commons License

This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License.

Ad Astra – Das Video

Pünktlich zum Ende der Urlaubssaison kommt hier die Musikvideo gewordene Liebeserklärung an den Road Trip, an die Reise, an das Abenteuer, an dessen Ende man ja oft auch irgendwie am Strand und oder am Lagerfeuer sitzt und in die Sterne schaut. Ad Astra

Eigentlich hätte das Video den Album-Release supporten sollen. Wie man das halt so macht, ne? Aber es ist nicht fertig geworden, meine Ambitionen waren größer, als es das Rohmaterial zuließ. Vorenthalten wollte ich es euch dennoch nicht, denn ich mag den Track sehr und ich mag auch die Bilder, die wir seinerzeit auf unseren beiden Kroatien-Tripps aufgenommen haben – wo auch schon She Does Her Best verfilmt wurde. Es ist also mein kleiner Urlaubsfilm, bei dem ich die Hoffnung hege, dass er vielleicht noch ein zwei anderen Leuten von euch gefällt. 

Das Album Ad Astra ist übrigens nach wie vor überall verfügbar und kann sogar hier kostenlos runtergeladen werden.