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Gone Home

Nachdem ich nun eine Reihe von Spielen am Start hatte, die ausdrücklich Gone Home als Inspirationsquelle angegeben haben, wurde es mal Zeit, sich diesen kleinen Meilenstein des Story-Exploration-Genres anzuschauen.

Gone Home war sicher nicht das erste Spiel seiner Art, vermutlich seinerzeit auch nicht das beste, es war aber sehr erfolgreich, sowohl bei Spielern als auch bei Kritikern und hat damit einen kleinen Trend ausgelöst. Ich kann Gone Home leider nicht ganz frisch und unbelastet bewerten, da ich eben schon ein paar spätere und auch ausgereiftere Titel ähnlicher Art gespielt habe, dennoch hat es mich gefesselt und begeistert.

Nach einem Jahr in Übersee kehrt Katie zurück in ein zu Hause, das für sie völlig fremd ist, da ihre Familie in der Zwischenzeit in das vom Onkel geerbte Haus gezogen ist. Es ist niemand da und der Spieler muss jetzt für Katie Raum für Raum – Hinweis für Hinweis – die verpasste Zeit rekonstruieren und herausfinden, wo alle hin sind. Es bleibt dem Spieler überlassen, wie tief er dabei ins Detail geht. Die Hauptstory wird einem an Hand von Audio-Tagebuch-Schnipseln von Katies Schwester Sam erzählt. An diesen kommt man eigentlich nicht vorbei, weil man eben hin und wieder doch gewisse Dinge tun muss, um den nächsten Bereich des Hauses zugänglich zu machen.

Technisch wirkt Gone Home eher schlicht. Es hat nicht die Bildgewalt eines Firewatch und die Klangwelt reicht lange nicht an Oxenfree heran, um jetzt mal die beiden Referenztitel zu nennen, die ich kenne. Aber trotz des Minimalismus, werden schon an Hand kleinster Hinweise die Geschichten im Kopf des Spielers zum Leben erweckt. Wie in einem guten Buch, wenn man sich denn drauf einlässt. Wenn ich ein paar Spiele für einen verregneten Sonntag Nachmittag empfehlen sollte, Gone Home wäre weit oben in der Liste.

Spiel sollte für alle relevanten Plattformen erhältlich sein und dank diverser Sales nicht die Welt kosten. Sprachausgabe und Untertitel sind komplett in Englisch.

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