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Album – Private Ark

Es kam auch für mich sehr überraschend, aber irgendwann so Ende 2018 hatte ich plötzlich schon wieder ein Album fertig. Es hieß da noch irgendwie anders und ein paar Kleinigkeiten waren noch nicht an ihrem Platz, aber es war da. Es war sogar soweit da, dass ich es einem ausgewählten Testpublikum zum Hören rüber geben konnte.

Die Veröffentlichung hat sich dann natürlich noch etwas gezogen, wie das immer so ist. Ist ja auch alles nur ein Hobby, da will man sich oder die Lieblingsgrafikerin nicht stressen. Außerdem ist es ja auch gut, immer etwas Abstand zum Werk aufzubauen, die Tracks mal etwas reifen lassen und so.

Und bei jedem Mal, wo ich mit frischen Ohren wieder reingehört habe, hatte ich ein Grinsen im Gesicht. Ich glaube, ich hatte noch nie soviel Spaß an der Musik wie bei diesem Album und bei jedem Mal Hören werde ich daran erinnert. Ich liebe dieses Album. Keine Ahnung, ob es das Beste ist, was ich je gemacht habe, aber ich liebe es so, wie es ist.

Kommen wir zu den Highlights. Besonders herausstechen dürften wohl die beide Städte in der Tracklist. Beides Tracks, wo man Geräusche aus den jeweiligen Städten hört. In Manchester musste ich das noch mit Handy improvisieren, aber ich wollte dieses geisterhafte Tram-Signal mit diesem irren Hall in den Häuserschluchten irgendwie einfangen. Ziel war es dann, einen möglichst britischen und industriellen Soundtrack um dieses Geräusch zu basteln.

In Stockholm hatte ich das Aufnahmegerät dabei, daher besteht auch der komplette Track aus Stockholmgeräuschen, bis auf die Drums. Man hört Schritte im Schnee, Fußgängerampeln und Vögel aus dem Skansen. Nur, dass ich aus den Ampeln die Instrumente und aus den Vögeln Dinosaurier gemacht habe. Keine Ahnung, ob das am Ende wirklich zu Stockholm passt, aber für mich wird es wohl auf absehbare Zeit der Soundtrack zur Stadt sein.

In Manchester und Private Ark habe ich jeweils etwas mit Modularer Synthese rumexperimentiert. Ich bin damit noch nicht ganz warm geworden, muss ich zugeben, aber ein paar interessante Sounds sind bei rumgekommen. Bei Private Ark bin ich übrigens sehr stolz auf die Flächen im Mittelteil und das Klavier am Ende.

Und einer der merkwürdigsten Tracks steht ganz am Ende: Longest Summer. Ich weiß, wie ich den Song angefangen habe. Ich hatte ein neues Delay und hab das mal ausprobiert. Ich weiß aber nicht mehr was dann passierte. Zwischendurch wollte ich den Track auch mal komplett wegwerfen, was schade gewesen wäre, weil ich ihn für das Interessanteste halte, was ich bisher so komponiert habe.

Hier ist das gute Stück. Ich hoffe, ihr habt daran auch ein bisschen Spaß.

Ich möchte mich sehr herzlich bei allen Bedanken, die mir bei der Kunst unterstützend zur Seite standen: Die Lieblingsgrafikerin Kristin, ohne die es in euren Playern deutlich trostloser aussehen würde. Benjamin, der sehr oft probehören musste und ein paar schöne Ideen beigesteuert hat. Wolf und Heiko, die sich aufopferungsbereit als Testhörer zur Verfügung gestellt haben. Und natürlich meine Liebste, die das hier alles auf ihre Art unterstützt.


Ihr solltet das Album überall im Netz finden, wo man üblicherweise Musik findet, z.B hier, hier oder hier. Ihr könnt es auch direkt hier downloaden. Wem die animierten Videos gefallen haben, die ich letzte Woche gepostet habe, die gibt’s jetzt bei YouTube in voller Länge.
Das Album steht wie üblich unter freier Lizenz zur weiteren Verwendung zur Verfügung.

Creative Commons Lizenzvertrag

Private Ark von Six Umbrellas ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

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