Sukie – Action/Reaction (Remix)

Yeah, neuer Remix! Dieser hier ist etwas anders als die anderen, denn er ist inoffiziell zu Stande gekommen. Fing damit an, dass ich diesen Song von Sukie hörte:

Die Stelle ganz am Ende des Tracks, wo man nur die Stimme hört, hats mir irgendwie angetan. Früher – noch vor meiner Zeit – wurde intensiv nach genau solchen Snippets auf alten Platten gesucht. Daraus wurden dann oft die Hooks in Old School – Hip Hop Tracks oder sie wurden als Loop in Downbeat- oder Trip Hop – Produktionen eingebaut. Und genau das wollte ich auch tun.

Ich hatte das eigentlich nur als eine Art Fingerübung geplant und mal n Abend ne Stunde ein Loop zusammengebastelt. Aber das hat Spaß gemacht und klang sehr nett, also wurde ein paar Wochen später ein kompletter Remix draus:

Ganz nett oder?

Wie auch immer, habt ruhig mal ein Auge auf Sukie. Sie hat gerade ihre erste EP gedropped – Love And Impatience. Ich find die ziemlich gut. Da kommt bestimmt noch mehr in Zukunft!

Less – Play Me (Remix)

Das Schöne an dieser ganzen Remix-Geschichte ist ja, dass es einen immer wieder in komplett neue Ecken der Musikwelt treibt. Man findet sich plötzlich in Stilrichtungen wieder, die man sonst vermutlich nie betreten hätte.

In dem Fall von Play Me hatte ich plötzlich einen recht finsteren Tech-House-Track zusammen gebastelt, wo ich beim besten Willen nicht mehr erklären kann, wie ich darauf gekommen und wo das herkam. Der Track wollte genau das sein, was er am Ende geworden ist.

Möglicherweise liegt das auch am Thema des Songs. Auf den Social Media – Kanälen habe ich den Titel bisher damit beworben, dass er sich vermutlich perfekt für den Einsatz auf irgendwelchen BDSM-Keller-Techno-Raves eignen sollte, in völliger Unkenntnis darüber, was tatsächlich auf BDSM-Keller-Techno-Raves gespielt wird. Ich war nämlich noch nie bei einem.

Aber ich war um die Jahrtausendwende mal in ein paar finsteren Berliner Techno Clubs und den Vibe habe ich ganz gerne aufgegriffen. Das ist vielleicht auch ein Grund, warum mein Track aus den anderen Remixen auf der EP etwas heraussticht. Nicht nur, fehlt mir das Produktionslevel der anderen Kollegen, sondern das Ding ist auch verdammt oldschool.

Vielen Dank an Stefan Leßner aka Less, dass ich bei der Aktion mitmachen durfte. Ich hatte definitiv großen Spaß mit dem Track und finde, das Ergebnis kann sich hören lassen. Das liegt zu nicht ganz unerheblichen Teilen auch daran, dass der Track ein professionelles Mastering erfahren hat, wofür ich gerne auch nochmal vielen Dank an Reede Reynolds sende. Viel Spaß beim Raven!

Die komplette EP mit allen anderen Remixen findet ihr z.B. hier oder halt überall, wo ihr sonst so Musik hört.

Falls ihr Bock auf etwas zeitgemäßeren Elektrosound habt, dann hört ruhig mal in die anderen Sachen von Less rein. Hier z.B. das Original zum Remix.

Clock Opera – Run (Remix)

Es ist lange her, dass ich bei einem Remix-Contest mitgemacht habe. Das ist selten erfolgsversprechend, gegen hunderte andere und zum Teil deutlich fähigere Produzenten anzutreten. Man geht da meistens in der Masse unter.

In diesem Fall musste ich aber mitmachen. Clock Opera gehören seit ihrem Debütalbum Ways To Forget zu meinen absoluten Favoriten. Diese Chance wollte ich mir nicht entgehen lassen, auch wenn ich mir nach wie vor keine Hoffnungen gemacht habe, irgendwas zu gewinnen.

Am Ende kam dabei ein Remix bei rum, der mir sehr viel Spaß gemacht hat und mir auch nach wie vor sehr gut gefällt. Hoffe, das geht euch ähnlich.

(Soundcloud-Link)

Zum Vergleich hier der Original-Track:

The Ballad Of Dog And Towel

Ihr kennt den Hund ja schon – aus meinem Instagram-Feed oder den Musikvideos, die ich hier ab und zu zusammen klöppel. Diesen Herbst war sie ein paar Tage länger bei uns und offensichtlich ist das Allerschlimmste, was man diesem Tier antun kann, sie mit einem Handtuch abzutrocknen. Herzerweichend. Es blieb mir also nichts anderes übrig, als ein Mikro dranzuhalten.

Quasi alles, was ihr in diesem Song hört, ist aus dem Hund rausgekommen. Sie macht manchmal wirklich merkwürdige Geräusche – daraus wurden dann ein paar der Percussion-Sounds. Ein paar andere Sachen habe ich unter den Vocoder druntergepackt. Aus den melodischeren Lauten wurden die Flächen und der Orgelsound. Naja, und aus ihrem Gesang wurde halt der Gesang.

War ein großer Spaß, diesen Song zu machen. Das sieht der Hund natürlich anders, aber manchmal muss man für die Kunst auch etwas leiden. Da sich der Song aber auch wie von alleine geschrieben hat und jetzt schon fertig ist, nutze ich die Gelegenheit, euch damit in die wohlverdienten Feiertage zu schicken!

Auf Soundcloud oder Bandcamp könnt ihr den Song kostenlos runterladen und auf Youtube gibts noch eine Version mit animiertem Cover. Viel Spaß!

Creative Commons License
Der Song The Ballad Of Dog And Towel ist unter Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License lizensiert.

The Hearing – When In Doubt (Remix)

Skandinavische Musik klingt für mich oft ein bisschen magisch. Keine Ahnung, wie die das machen, aber ich gehe davon aus, dass die einfach immer etwas Feenstaub haben und den über ihre Aufnahmen streuen.

Eine dieser magischen Künstlerin habe ich im letzten Jahr beim JaJaJa in Berlin kennengelernt, wo sie unter dem Name The Hearing ein wirklich sehr schönes Set gespielt hat. Wie das immer so ist, man quatscht kurz, einer fragt wegen Remix, die andere ist zu höflich, um nein zu sagen und so passieren manchmal merkwürdige Dinge. In diesem Fall hoffe ich, dass etwas wunderschönes dabei herausgekommen ist, denn ich habe ja selten die Chance mit so einer Stimme arbeiten zu dürfen und ich hatte auch echt unendlich Spaß an diesem Song. Ich hoffe, das geht euch beim Hören auch so!

Da ihr jetzt natürlich alle das Original hören wollt, könnt ihr das tun: Hier zum Beispiel!

Ich empfehle euch aber dringend, das neue Album von The Hearing zu hören/streamen/kaufen. Es heißt Demian, ist sehr toll und enthält auch das Original zu dem Track hier. Hier ist ein Link, der euch zu Spotify führt. Gibt’s aber auch bei allen anderen Anbietern. Ihr wisst schon. Danke!

Starfrosch feat. Jerry Spoon – Kalte Ohren (Remix)

Manchmal geht das mit dem Remixen auch schief. Kann vielfältige Gründe dafür geben, manchmal kommt es aus verschiedenen Gründen gar nicht erst zu Stande und manchmal bekomme ich einfach keinen guten Track auf die Reihe. Mein Versprechen an die Künstler ist dann immer, dass der Track einfach nie veröffentlicht wird. Keine Sorge, keiner der bisher unveröffentlichten Remixe liegt zu Unrecht in der Schublade.

In diesem Fall ging das nicht so ganz komplett schief, aber so richtig glücklich ist auch niemand mit meinem Remix. Irgendwie klingt der recht lahm und mutlos und tatsächlich etwas uninspiriert. Mit ein wenig Abstand kann ich das ganz selbstkritisch wohl darauf zurückführen, dass ich einfach zu beeindruckt vom Original war und zu stark versucht habe, dem nachzueifern. Das ist weder mein Stil noch mein Produktionslevel. Und ganz vielleicht hatte ich auch eine kleine kreative Tiefphase im April/Mai, als ich an dem Track saß. Sowas kommt leider auch vor.

Das Ergebnis ist aber trotzdem hörbar – ich mag z.B. die Bassline da gegen Ende irgendwie, daher möchte ich das hier trotzdem dokumentieren und auch die Gelegenheit nutzen, auf die großartige Arbeit von Markus aka Starfrosch hinzuweisen. Erstmal macht er zusammen mit seinem Partner in Crime Jerry Spoon großartige Musik – hört euch ruhig mal das Album zu dem Track hier an! – und dann betreibt er auch noch eine Art Chart-Seite für freie Musik, auf der ausschließlich großartige Musik zu finden ist. Ein Paradis für Content Creators die den passenden Sound suchen, aber auch darüber hinaus eine reine Goldgrube für gute Musik. Überhaupt, folgt ihm einfach mal auf Twitter oder so und klickt ab und zu mal auf seine Musikempfehlungen, lohnt sich!

Zum Abschluss pack ich euch hier noch den Originaltrack als Video rein, das ist ja auch sehr gelungen wie man sieht.

Nachtrag: Falls ihr ein paar gelungenere Remixe von dem Track hören wollt, könnt ihr hier mal reinhören, in das offizielle Remix-Album.

Deltawelle – Atme (Remix)

Auf einer der letzten Parties im Rosis im ausklingenden Jahr 2018 kam ich mit Franz ins Gespräch – Sänger der Berliner Indieband Deltawelle. Nun ist es leider so, dass immer dann, wenn sich herausstellt, dass mein Gesprächspartner Musiker ist, ich irgendwann relativ sofort das Thema Remix ins Gespräch bringe. Ich weiß, eine furchtbare Angewohnheit. Normalerweise bekomme ich dann ein freundliches Lächeln und ein Oh ja klar, da kann man sicher was machen und dann ist plötzlich das Bier alle oder die Natur ruft. Franz ließ sich drauf ein und so durfte ich den großartigen Song Atme schlimm verunstalten.

Sowas läuft ja nie nach Plan, man bastelt sich da meistens in die Richtung, in die der Song einen treibt und in dem Fall kam ein netter kleiner Indie-Electro-Track bei rum, der mich sehr an die frühen 2000er erinnerte, wo sowas in jedem Berliner Kellerclub lief. Ja doch, ist ganz nett geworden.

Ist vermutlich überall verfügbar, wo es so Musik gibt in diesem Internet hier.

Rangliste der Pressefreiheit 2019

Die Reporter ohne Grenzen haben die diesjährige Rangliste der Pressefreiheit veröffentlicht und dazu auch ein kleines Video veröffentlicht, in dem ein Song aus meinem neuen Album verwendet wurde.

Auf der einen Seite freue ich mich natürlich, wenn meine Musik unter die Leute kommt, auf der anderen Seite stimmt es mich schon etwas nachdenklich, plötzlich in so einem ernsten und wenig erfreulichen Kontext aufzutauchen.

Für die Reporter ohne Grenzen kann man übrigens hier spenden.

Album – Private Ark

Es kam auch für mich sehr überraschend, aber irgendwann so Ende 2018 hatte ich plötzlich schon wieder ein Album fertig. Es hieß da noch irgendwie anders und ein paar Kleinigkeiten waren noch nicht an ihrem Platz, aber es war da. Es war sogar soweit da, dass ich es einem ausgewählten Testpublikum zum Hören rüber geben konnte.

Die Veröffentlichung hat sich dann natürlich noch etwas gezogen, wie das immer so ist. Ist ja auch alles nur ein Hobby, da will man sich oder die Lieblingsgrafikerin nicht stressen. Außerdem ist es ja auch gut, immer etwas Abstand zum Werk aufzubauen, die Tracks mal etwas reifen lassen und so.

Und bei jedem Mal, wo ich mit frischen Ohren wieder reingehört habe, hatte ich ein Grinsen im Gesicht. Ich glaube, ich hatte noch nie soviel Spaß an der Musik wie bei diesem Album und bei jedem Mal Hören werde ich daran erinnert. Ich liebe dieses Album. Keine Ahnung, ob es das Beste ist, was ich je gemacht habe, aber ich liebe es so, wie es ist.

Kommen wir zu den Highlights. Besonders herausstechen dürften wohl die beide Städte in der Tracklist. Beides Tracks, wo man Geräusche aus den jeweiligen Städten hört. In Manchester musste ich das noch mit Handy improvisieren, aber ich wollte dieses geisterhafte Tram-Signal mit diesem irren Hall in den Häuserschluchten irgendwie einfangen. Ziel war es dann, einen möglichst britischen und industriellen Soundtrack um dieses Geräusch zu basteln.

In Stockholm hatte ich das Aufnahmegerät dabei, daher besteht auch der komplette Track aus Stockholmgeräuschen, bis auf die Drums. Man hört Schritte im Schnee, Fußgängerampeln und Vögel aus dem Skansen. Nur, dass ich aus den Ampeln die Instrumente und aus den Vögeln Dinosaurier gemacht habe. Keine Ahnung, ob das am Ende wirklich zu Stockholm passt, aber für mich wird es wohl auf absehbare Zeit der Soundtrack zur Stadt sein.

In Manchester und Private Ark habe ich jeweils etwas mit Modularer Synthese rumexperimentiert. Ich bin damit noch nicht ganz warm geworden, muss ich zugeben, aber ein paar interessante Sounds sind bei rumgekommen. Bei Private Ark bin ich übrigens sehr stolz auf die Flächen im Mittelteil und das Klavier am Ende.

Und einer der merkwürdigsten Tracks steht ganz am Ende: Longest Summer. Ich weiß, wie ich den Song angefangen habe. Ich hatte ein neues Delay und hab das mal ausprobiert. Ich weiß aber nicht mehr was dann passierte. Zwischendurch wollte ich den Track auch mal komplett wegwerfen, was schade gewesen wäre, weil ich ihn für das Interessanteste halte, was ich bisher so komponiert habe.

Hier ist das gute Stück. Ich hoffe, ihr habt daran auch ein bisschen Spaß.

Ich möchte mich sehr herzlich bei allen Bedanken, die mir bei der Kunst unterstützend zur Seite standen: Die Lieblingsgrafikerin Kristin, ohne die es in euren Playern deutlich trostloser aussehen würde. Benjamin, der sehr oft probehören musste und ein paar schöne Ideen beigesteuert hat. Wolf und Heiko, die sich aufopferungsbereit als Testhörer zur Verfügung gestellt haben. Und natürlich meine Liebste, die das hier alles auf ihre Art unterstützt.


Ihr solltet das Album überall im Netz finden, wo man üblicherweise Musik findet, z.B hier, hier oder hier. Ihr könnt es auch direkt hier downloaden. Wem die animierten Videos gefallen haben, die ich letzte Woche gepostet habe, die gibt’s jetzt bei YouTube in voller Länge.
Das Album steht wie üblich unter freier Lizenz zur weiteren Verwendung zur Verfügung.

Creative Commons Lizenzvertrag

Private Ark von Six Umbrellas ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Uijuijui – Mein Junge (Remix)

Vor knapp zwei Jahren habe ich für die Jungs von Uijuijui meinen zweiten Remix gemacht. Der Track heißt neuerdings* Mein Junge und vertont ein blutiges Familiendrama, dass die gescheiterte Beziehung zwischen Mutter und Sohn in ein lyrisches Gewand kleidet.

Während das Original das Thema in ein verkopftes Prog-Rock-Kostüm zwängt, habe ich mich beim Remix natürlich für das viel passendere Sujet aus Techno mit viel Vocoder entschieden.

Es hat etwas gedauert, bis sowohl Original als auch Remix das Licht der Welt erblickten. Aber was lange wartet, wird endlich gut. Zu hören ist Ballade von Mutter und Sohn auf dem neuen Album der Hamburger mit dem schönen Titel Es ist kompliziert (Bandcamp-Link). Es ist ein sehr schönes Album.

Den Remix findet ihr auf dem dazugehörigen Remix-Album Es ist noch komplizierter (Bandcamp-Link). Das ist noch schöner, was ich vollkommen unbefangen feststellen möchte. So oder so: Viel Spaß mit dieser schön verrückten Musik!

*Der Track hatte ursprünglich den viel schöneren Titel Meen Dschung und ich persönlich möchte diese Namensänderung gerne anprangern. So.