Six Umbrellas im Interview

Falls ihr schon immer mal meiner engelsgleichen Stimme lauschen wolltet, wie ich meine halbgaren Ansichten zum Thema Musikvertrieb und Creative Commons zum Besten gebe: Die Leute von HyperR@dio haben da was für euch!

HyperR@dio ist ein Podcast, der sich auf Interviews und Creative Commons spezialisiert hat und mal einen Blick hinter die Kulissen der freien Musiklandschaft bieten will. In diesem Rahmen haben sie mit mir ein Interview geführt, dass ihr euch hier anhören könnt. Zwischen sehr vielen Ähs und Ähms versuche ich ein paar schlaue Dinge zum Thema zu sagen. Es werden so Fragen geklärt, warum ich unter CC-Lizenz veröffentliche, worin ich die Chancen von CC sehe und wie die Zukunft von CC-Musik aussehen könnte und noch einiges Mehr. Wer keine halbe Stunde Zeit hat, sich das ganz anzuhören: Hört wenigstens mal in das Intro rein! Das ist super!

Ich leg einfach mal offen, wie das ablief: Mir wurden die Fragen zugeschickt und ich habe meine Antworten zu Hause eingesprochen und aufgenommen. Da ich kein geübter Sprecher oder gar Podcaster bin, war das natürlich eine mittelgroße Herausforderung und ich schätze mal, dass da auch noch Luft nach oben ist, was das Ergebnis betrifft. An einigen Stellen habe ich mich etwas vertan, bei den Dingen die ich gesagt habe. Um beispielsweise die Behauptung wahr werden zu lassen, es würden tausende Youtube-Videos mit meiner Musik existieren, müsste jetzt noch ganz schnell eine gewisse Anzahl von euch – sagen wir mal, im oberen dreistelligen Bereich – ganz schnell irgendwelche Videos mit meiner Musik vertonen und online stellen. Macht das ruhig mal, steh ich nicht ganz so dumm dar.

Außerdem ist das ein sehr komplexes Themenfeld, bei dem ich lange nicht alles gesagt habe, was ich theoretisch dazu zu sagen hätte. Im Nachhinein sind mir noch einige schlaue Dinge eingefallen, die der einen oder anderen Frage noch etwas besser entsprochen hätten. Vielleicht hätte ich mir ein Skript schreiben sollen oder sowas. Aber das wär ja wie Schummeln.

Ihr könnt euch den Podcast aktuell auf hyperradio.net anhören oder später – falls die Folge von der Startseite verschwunden ist – die MP3 direkt runterladen. Viel Spaß beim Anhören.

Danke an HyperR@dio für das nette Interview und das großartige Intro!

Mama Lauta – Unvollkommene Menschen (Remix)

Vor ein paar Wochen erschien das neue Album Laute Phantasie von Mama Lauta, das in der limitierten Fanbox-Edition neben vielen anderen Goodies auch einen Remix von mir enthält. Mittlerweile wurde mein Remix digital befreit, so dass ich ihn euch auch hier präsentieren kann.

Hört aber trotzdem ruhig mal in das Album rein oder schlagt vielleicht noch bei der Fanbox zu, wenn’s noch welche gibt. Die anderen Tracks dort sind deutlich lebensbejahender und fröhlicher und Mama Lauta ist eine unglaublich sympathische Band.

She Does Her Best (feat. Small Colin)

Anfang des Jahres habe ich meine Gitarren entstaubt und ein wenig darauf herumgeklimpert. Dazu habe ich dann – wie man das so macht – ein paar Effekte ausprobiert, einen Beat gebastelt und angefangen, ein paar Synthies zu programmieren. Herausgekommen ist ein Intro, auf das ein netter Groove folgte. Mehr wollte mir dazu nicht einfallen.

Irgendwann fragte ich Colin aka Small Colin (alternativ) – für den ich zuvor Red Wine remixte – ob er nicht an einer Zusammenarbeit interessiert wäre und Lust hätte, für mich zu singen. Zu meiner Überraschung sagte er ja! Ich schickte ihm den unfertigen Track, er schrieb einen Text, sang selbigen ein und schickte mir das Paket wieder zurück. Ab da arrangierte und mixte sich der Song wie von selbst.

Was sich hier in einem Absatz so locker runter schreibt, ist für mich auch Monate später immer noch eine große Sache. Ich kenne Colin nicht – ich weiß nicht, wie er wirklich heißt, wie alt er ist und nur ganz ungefähr wo er wohnt. Er ist ein Fremder aus dem Internet. Ich tue mich immer sehr schwer damit, irgendwem halbfertige Songs vorzuspielen – ich bin da immer etwas angespannt. Um so schwerer fiel es mir, einen solchen halbfertigen Song in die Hände eines völlig Fremden zu legen.

Daher kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie schwer es für Colin war, mir im Gegenzug die unbearbeiteten Aufnahmen seines Gesanges zurück zu schicken.

Herausgekommen ist ein Song, der – zumindest aus meiner Perspektive – etwas von meinem bisherigen Stil abweicht. Es ist kein Zufall, dass die Gitarren sehr retro klingen und dass die Synthies rauschen, dass alles so ein wenig psychedelisch gefärbt ist. Ich habe seit letztem Jahr diesen fantastischen Mix in der Rotation und möchte gerne daran glauben, dass She Does Her Best dort wunderbar hineinpassen könnte. Colin hat mit seinem Gesang einen wesentlichen Teil dazu beigetragen, in dem er mir verschiedene Takes und Harmonie-Varianten zur Verfügung gestellt hat – nicht zu vergessen, der fantastische Chorus im Finale! – mit denen ich meine Idee ziemlich exakt umsetzen konnte. Im Finale wende ich eine Technik an, die ich mir bei Moby abgeschaut habe, die hier perfekt rein passt.

Ich bin sehr stolz auf dieses Projekt. Es hat einen Mordsspaß gemacht, daran zu arbeiten, ich finde das Ergebnis kann sich hören lassen und ich bin jetzt auch sehr erleichtert, dass es endlich veröffentlicht ist.

Vielen Dank Colin!

Viel Spaß beim Hören!

Download – She Does Her Best (mp3)

Mehr von und über Colin findet ihr hier

Lizenz
Der Track steht unter CC-BY-SA zur Verfügung.

Ein kleiner Schritt für die Menschheit

Aber ein ziemlich großer Schritt für mich.

Ich bin im Weltraum!!!!!!

Ja, ich.

Also, fast!

Meine Musik ist im Weltraum.

Also, fast.

Sie ist zumindest schon mal in einem Fernsehprogramm, das Bilder aus dem Weltraum zeigt. Und Fernsehen – das wissen wir ja alle – wird seit der ersten Ausstrahlung auch ständig in den Weltraum gesendet, deswegen.. ach egal. SPACE NIGHT!!!

Ich bin gerade etwas aufgeregt, obwohl ich schon seit November von der Sache weiß. Ich wusste nur bis heute nicht, wann und wo und ob überhaupt. Aber offenbar läuft der Film mit dem wunderschönen Titel The Blue Planet schon seit November regelmäßig im TV. Gleich zu Beginn, nach dem Intro so ab Minute 1, könnt ihr dort meinen Track Demons hören, während unser Planet in schönsten Zeitrafferaufnahmen vor sich hin rotiert. Und das passt hervorragend.

Das war einer der schwierigsten Tracks, die ich bisher gemacht habe. Ich hab da echt Wochen dran gesessen, bis ich ein Arrangement gefunden habe, das funktioniert. Es ist schön zu sehen, wie gut es tatsächlich funktioniert.

Update: Inzwischen ist die Sendung auf Youtube angekommen.

Die Sendezeiten für den Film gibt’s hier.

Hier noch ein anderer Link mit Playlist für alle Tracks aus dem Film, die übrigens auch alle toll sind.

Und weils so schön war, hier nochmal der Track:

Toxicbeats – Suneshineride (Remix)

Als ich den Track zum ersten Mal gehört habe, war ich schlichtweg begeistert. Suneshineride schafft es halbwegs in nur dreieinhalb Minuten das ganze kreative Potenzial zu vermitteln, dass uns damals zu Füßen lag. Ich bin erst später als Bassist* zu Toxicbeats dazu gestoßen, die Entstehungsgeschichte zu Sunshineride kenne ich daher nur aus Erzählungen.

Sie hatten irgendwie dieses Mädchen kennengelernt, das den magischen Gesang beigesteuert hat. An der Warschauer Brücke haben sie sie getroffen, als sie gerade von wem auch immer versetzt wurde. Es heißt, sie habe später in der ersten Staffel von Star Search eine Platzierung unter den besten Zehn erreicht und wenn wir über sie sprachen, nannten wir sie immer Anna von Star Search, als würde sie einen Adelstitel tragen. Ich nehme an der Rest des Tracks ist in einer dieser legendären Wohnzimmer-Sessions entstanden, wie auch ich sie später noch häufig erleben durften – später dann auch in der WG mit Polizeibesuch wegen angeblicher Ruhestörung. In den Samples die mir zur Verfügung standen ist an einer Stelle die Stimme eines Vaters zu hören, der sich besorgt nach dem Verbleib der Weihnachtsbaumspitze erkundigt. Diese Bandproben familiär zu nennen, trifft es glaube ich ganz gut.

Das Original:
Toxicbeats – Sunshineride

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