Vor ziemlich genau 4 Jahren strandete ich in Jablonowo Pomorskie, wo zumindest ein Teil von mir irgendwie immer noch verweilt. Auf metaphysischer Ebene oder so. Vermutlich. Jedenfalls bin ich immer noch ein wenig stolz auf die kleine Kurzgeschichte, die ich daraufhin aufschreiben konnte. Und aufschreiben ist hier das korrekte Verb, denn ich musste mir vergleichsweise wenig ausdenken – das ist tatsächlich so passiert!
Und ich muss hier auch gar nicht tief stapeln, denn die Geschichte ist wirklich gar nicht so schlecht. Findet auch Klaus von Klausgesprochen. Der hat sich nämlich die Geschichte genommen und sie einfach absolut perfekt eingesprochen. Timing, Betonung, Emotionen. Er hat alles exakt so getroffen, wie ich es geschrieben und erlebt habe. Ich saß beim Zuhören direkt wieder im rustikalen Zug. Und achtet mal auf seine Liebe zum Detail, jeder Ortsname klingt authentisch – wofür er sich extra Coaching organisiert hat. Ich bin sehr begeistert!
Der investigative Journalist und Radio Moderator Herr Irrtum hat in seiner aktuellen Sendung vom 10.05.2026 einen Skandal aufgedeckt: Six Umbrellas hat alles nur geklaut! Die Musikwelt steht Kopf, was für ein Skandal!
Ich poste diese und ähnliche Bilder regelmäßig auf Insta und Pixelfed, aber eigentlich gehören die auch hier ins Blog. Daher präsentiere ich euch: Vögel aus meinem Garten!
Den Anfang macht der Sperber. Hab ihn Winter hier schon das ein oder andere Mal vorbeiflitzen sehen, als er z.B. die Bergfinken gejagt hat. Aber zu Ostern hat er sich mal vor mein Fenster gesetzt und lange genug still gehalten für ein paar Fotos.
Es ist jetzt zwei Jahre her, seit Metropolis erschienen ist. Umzug, Renovierung und der übliche Kram, den Haus und Hof so mit sich bringen, haben eine Menge Zeit und Kraft gekostet. Daher war ich sehr froh, dass ich mich zwischendurch immer mal wieder an die Arbeit zum mittlerweile 8. Six Umbrellas – Studioalbum machen konnte.
Arbeit ist das Thema. Dabei habe ich eigentlich nur nach einem passenden Sample für Track Nr. 3 gesucht. Aber es passt irgendwie auch. Arbeit als sinnstiftende Aktivität. Hinterher sehen – oder hören – was man geschafft hat. Das passt zu mir, das bin ich.
Gleichzeitig aber auch die Ambivalenz, Arbeit als Konstrukt, ja gar als Käfig des Kapitalismus. Arbeit, sonst …
Aber ja, es war nur ein Sample, was mir ein schönes Label geliefert hat, um euch meine Arbeit der letzten beiden Jahre präsentieren zu können.
Pulse Logic – Ein schöner düsterer Acid-Track, der euch mit seiner Stimmung auf die falsche Fährte locken darf.
Arrival – Das euphorische Ankommen in meinem neuen Leben.
Back To Work – Gleichzeitig Arbeiterrave und Kapitalismuskritik.
Dumpling Euphoria – Euphorie mit fernöstlichem Thema.
Kid Dispute – Mir wurde Tango unterstellt, was ich definitiv nicht im Sinn hatte, beim Komponieren. Aber es lässt sich im Nachhinein nicht mal abstreiten.
Focus – Meine persönliche Ode an den Road Trip. Vielleicht. Ich kann mir den Track jedenfalls gut für die Reise-Playlist vorstellen.
Gin Tonic – Wenn man dem klassischen Absturz frohlockt, dann könnte das ganz gut passen.
Medicine – Gleichermaßen Ursache, als auch Heilmittel für die Schmerzen in euren Ohren. Das Ying und Yang dieses Albums!
That Easy – Ein Hilfeschrei der da ruft: Der Komponist würde so gerne Plunder Phonics machen, kann es sich aber nicht leisten, Samples clearen zu lassen.
Ich habe ein gutes Gefühl bei diesem Album. Einigen Leuten wird vielleicht die etwas positivere Note auffallen, hier und da ein paar mehr harmonische Elemente, generell eine positivere Stimmung. Das ist Absicht. Ein Spiegel meines Lebensgefühl und auch ein ganz klarer und bitter nötiger Kontrast zu der Welt da draußen.
Ein großer Dank geht wie immer raus an meine Supporter: Benjamin, Wolf, Heiko, Andreas, Benito, FC Stoffel. Euer Feedback war extrem hilfreich!
Naomi Sample & The Go Go Ghosts haben ihr wundervolles Album Robert Redford von allerlei coolen Leuten remixen lassen – sogar einen DJ Igelknie Remix konnten sie klar machen! – und als Robert Redford Variationen erneut veröffentlicht. Meine Kabelbrand-Interpretation, auf die ich immer noch sehr stolz bin, ist mit dabei. Hört mal rein! Und dreht ordentlich laut, der Track hat’s verdient.
Das war mein heutiger Ausblick aus dem Home-Office.
Normalerweise poste ich solche Bilder nur auf Pixelfed & Co., aber ich möchte das hier dokumentieren. Denn wir sehen hier den Erfolg eines Projektes, das ich letztes Jahr umgesetzt habe:
Dieser wunderschöne Mäusebussard ist der erste Raubvogel, den ich dabei beobachtet habe, wie er meine Ansitzstange genutzt hat, die ich im letzten Jahr aufgebaut habe.
Er ist dann weiter gezogen, weil ich er mich durchs Fenster gesehen hat. Vielleicht bin ich beim nächsten etwas geduldiger und kann ihn direkt auch bei der Jagd beobachten. Aber hey, meine Konstruktion funktioniert und wird offenbar auch genutzt. Yeah!
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