Lakeland Round – Etappe 6

Auch ich habe schon davon gehört, dass es in England ab und zu, in ganz seltenen Fällen mal, ein klein wenig regnen könnte. Nennt mich übervorsichtig, aber ich hatte sogar Regenklamotten im Gepäck. Dass es nun aber wie aus Eimern kübeln würde, damit konnte nun wirklich keiner rechnen. Unsere letzte Etappe beschränkte sich also auf die Strecke zwischen Bed & Breakfast und Bushaltestelle.

Wir hatten dann einen netten Tag in den Cafes von Grasmere.

Etappe 1
Etappe 2
Etappe 3
Etappe 4
Etappe 5

Lakeland Round – Etappe 5


Castlerigg Steinkreis

Hinter uns lag ein entspannter Pausentag, an dem wir uns den Regen aus dem Inneren eines netten Cafes in Keswick angeschaut haben. Mit frischer Kraft und bei bestem Sonnenschein ging es auf die vorletzte Etappe, die uns nach Glenridding bringen sollte.

Das erste Ziel unserer Wanderung führte uns zum Castlerigg Steinkreis. Ein mythischer Ort, dessen ursprüngliche Bedeutung wohl nie so ganz genau bestimmt werden kann, der heute aber große Anziehungskraft auf Touristen in Outdoor-Outfits ausübt. So Leute wie wir zum Beispiel.

Anschließend führte die Strecke quasi menschenleer durch ein Tal, dessen Name ich mir nicht gemerkt habe. Nur gelegentlich begegnete man anderen Wanderern, die dann so Dinge sagten wie: Ist es nicht ein herrlicher Tag, um am Leben zu sein?

Die große Herausforderung dieser Etappe wartete kurz vor unserem Ziel auf uns: Der Sticks Pass mit seinen etwas über 700m Höhe musste überquert werden.

Das war an sich ok, weil der Anstieg relativ flach gestaltet war und man sich mittlerweile an die Beschaffung der Wege und so gewöhnt hat. Damit meine ich, dass man es mit gelassener Gleichgültigkeit hinnimmt, vor jedem Schritt genau zu überlegen, wie hoch jetzt das Risiko ist, sich in dem Geröll relevante Bänder zu zerren.

Woran man sich nicht so leicht gewöhnt: Während man nun also bedacht, Schritt für Schritt diesen Berg raufschleicht, ruft jemand von vorne Aus dem Weg! und sprintet bergab an einem vorbei. Die dazugehörige Sportart nennt sich Fell Running und geht da drüben als vernünftiger Zeitvertreib durch.

Hier ein paar Eindrücke, wie sowas aussehen kann:

Als wir den windigen Pass hinter uns gelassen haben und damit beschäftigt waren, uns keine Bände beim Abstieg zu zerren oder reißen, wurden wir erneut freundlich darum gebeten, kurz die Spur aus Geröll und großen Steinen freizugeben. Dieses Mal kamen vier selbstmordgefährdete Mountainbiker den Berg runter geschossen. Auch das geht dort drüben offenbar als vernünftiger Zeitvertreib durch.

Etappe 1
Etappe 2
Etappe 3
Etappe 4
Etappe 6

Lakeland Round – Etappe 4


Suchbild – Hier verstecken sich mindestens zwei Schafe

Unsere Tour sah heute mit 22km die längste Etappe der ganzen Runde vor. Von Buttermere sollte es in einem etwas komplizierteren Bogen südlich über diverse Pässe und durch so einige Täler nach Keswick gehen.

Glücklicherweise trafen wir gestern auf einen Mitarbeiter eines Konkurrenten unseres Reiseveranstalters, der gerade beruflich die Strecken auskundschaftet. 

Seine Strecke, die quasi auf direkter Linie ans Ziel führte, kam dem Zustand unserer Füße deutlich entgegen. Sicherlich haben wir dadurch einige schöne Flecken des Lake Districts verpasst, aber die Route war auch sehr sehenswert und dabei nur etwa 15km lang.

Außerdem hat uns James sehr unterhaltsam Gesellschaft geleistet und und sein Wissen über die Eigenheiten der Briten großzügig mit uns geteilt.


Derwent Water

Irgendwann trennten sich unsere Wege und wir kürzten noch weitere 4km mit der Fähre über Derwent Water ab. Die Fähre war in dem Fall allerdings nur ein Motorboot, dass nur wegen uns den See überquerte. Die reguläre Fähre konnte wegen des niedrigen Wasserstandes gerade nicht an der Haltestelle anlegen, daher hatten wir mit Simon unseren privaten Käptn, der auch allerhand Wissenswertes über die Gegend zu erzählen wusste.

Etappe 1
Etappe 2
Etappe 3
Etappe 5
Etappe 6

Lakeland Round – Etappe 3


Ausblick aus dem Hotelzimmer in Boot

Die dritte Etappe war trügerisch, machte sie doch zunächst einen sehr entspannten Eindruck. Am Anfang galt es das Eskdale Moor zu durchqueren, was eine recht harmlose Angelegenheit ist, wo es gerade so trocken war und wenn man sich an die Wege hält.


Das Moor

In Wasdale angekommen, kann man sich​ im Inn mit einem Ale oder Cider stärken und das tolle Wetter genießen. Und schließlich super entspannt durch das nächste Tal in Richtung Black Sail Pass spazieren.


In Wasdale

Dieser Pass hat es indes in sich. Es ist ein fieser Aufstieg, der ganz gut auf die Kraftreseven geht. Die Stufen und das motivierende Blöken der Fell-Schafe helfen, aber es ist hart.


Black Sail Pass – Der Blick zurück auf etwa halber Höhe

Wirklich perfide wird es aber, wenn man den Höhepunkt des Passes erreicht hat. Dann sieht man zum einen die wundervolle Aussicht über das folgende Tal, sowie in der Ferne den nächsten Pass den man erklimmen muss, als auch den Abstieg ins Tal, der sich extrem steil und entsprechend anstrengend gestaltete.


Das Tal

Nach der Taldurchquerung dann das gleiche nochmal von vorn. Nur, dass der Abstieg Tatsache nochmal härter war.

Der Grund, warum die Abstiege immer deutlich härter waren, für Mensch und Material, war das, was die in England für Wege halten. Bei uns würde man sagen: Da hat jemand ein paar Klamotten und Geröll aufs Feld geworfen. Hier geht sowas als komfortabler Wanderweg durch.


Wanderweg

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Lakeland Round – Etappe 2

(Da machte das Internet im Pub am ersten Tag einen deutlich vielversprechenderen Eindruck, als an allen folgenden Tagen, daher werden die folgenden Etappen ein wenig zeitversetzt nachgereicht.)

Der Schwierigkeitsgrad zum Vortag zog merklich an, also die perfekte Gelegenheit, mal eben noch einen Abstecher auf den ca. 800m hohen Old Man und die umliegenden Gipfel einzuschieben.

Vielleicht nicht unsere schlauste Idee auf der Tour, wir waren allein damit gute 3h beschäftigt und anschließend schon völlig fertig. Die restliche Strecke hatte über die nächsten 6h auch noch einige spannende Auf- und Abstiege parat. Von den spannenden Wegfindungsherausforderungen auf sumpfigen Schafweiden ganz zu schweigen*.

Aber verdammt, es hat sich gelohnt. Ich bin offenbar sehr anfällig für diese Endorphine, die einen kurz nach dem Erreichen des Gipfels übermannen. Ich war sehr glücklich.

* Einmal fehlte nicht nur der Weg, den wir wandern sollten, sondern gleich der ganze Wald, der dort vorgeblich drumherum  existieren sollte.

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Lakeland Round – Etappe 1

Wir wandern gerade die Lakeland Round in Nordengland, im Lake District. Die erste Etappe führte uns von Ambleside nach Coniston, wo wir gerade im Pub die lokale Braukultur genießen.

Die erste Etappe war recht easy, ein mittelheftiger Anstieg und ansonsten alles relativ eben. War aber trotzdem sehr schön. Man kann sich den Lake District vorstellen wie das Auenland, nur mit Schafen statt Hobbits. 

Etappe 2
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