Martin Tetzlaff – Seascape (Remix)

Martin ist eines dieser Berliner Originale, von denen man so hört. Wenn man sich in ein bisschen im Berliner Nachtleben rumtreibt – vorzugsweise da wo Indie nicht das falscheste Label wär – dann stehen die Chancen nicht schlecht, dass man ihm früher oder später über den Weg läuft. Mir passiert das jetzt seit bestimmt fast schon 20 Jahren immer mal wieder.

Legendär ist seine alljährliche Geburtstags-Extravaganza, ein kleines Mini-Festival, dass den finsteren Berliner Winter aufhellt, wo er befreundete Künstler auf die Bühne und alle Freunde und Freunde von Freunden zum Tanzen einlädt. Seine eigenen Projekte und Bands sind natürlich auch mit am Start.

Derer gibt’s übrigens viele und natürlich haben wir öfter mal über die lose Möglichkeit gesprochen, dass ich was remixen könnte – ihr kennt meine höfliche Zurückhaltung bei dem Thema. Trotzdem war ich sehr überrascht und auch ziemlich nervös, als er mir dann tatsächlich seine neue Single rüberschickte. Eine wunderschöne kleine Hymne auf die Nacht und die Liebe, auf ne Art jedenfalls. Jedenfalls hab ich den Song so gefühlt und entsprechend wenig subtil auf die Tanzfläche gehämmert. Wie ich das halt so mache.

Den Track gibts auf Bandcamp und natürlich überall, wo ihr sonst so Musik streamt. Viel Spaß!

Her Tree – Out Of The Woods (Remix)

Her Tree macht eigentlich total spannende Musik: Sie sammelt Samples im Wald und in der Natur und baut daraus faszinierende Klanglandschaften und sehr filigrane Electro-Popsongs. Als ich sie kennenlernte, hat sie aber nur ein schnödes Akkustik-Set ihrer Songs gespielt, als Support Act für die Band Friedberg. Das war natürlich trotzdem cool, nur eben nicht das, was sie normalerweise macht und was mir naturgemäß viel eher zusagt. Nur einen einzigen Song hat sie uns damals in der Original-Version gegönnt. Nur ein kleiner Einblick, aber der hat mich beeindruckt.

Nach dem Konzert, ich musste kurz auf jemanden warten, stand sie plötzlich vor mir und wie das so läuft, gehen einem irgendwann die Komplimente und der höfliche Small Talk aus und meine Übersprungshandlung in dieser spezifischen Situation ist leider immer, dass ich frage, ob ich nicht mal was remixen könnte. Ja, ich weiß, daran muss ich arbeiten. Weil sie aber offenbar eine sehr nette und höfliche Person ist, hat sie zu meiner Überraschung eingewilligt und ich durfte diesen Track hier bauen. Ich hoffe, ihr habt auch nur ansatzweise so viel Spaß beim Hören, wie ich beim Remixen hatte!

Her Tree bringt nächsten Monat ihr neues Album raus. Bis dahin gibt es schon eine Hand voll sehr guter Singles, die ich euch allen nur wärmstens ans Herz legen möchte. Das ist wirklich gute Musik.

Zum Vergleich: Den Original-Song findet ihr hier.

Naicke – Einfach

Manchmal passieren komische Dinge mit dieser ganzen Musik-Sache hier. Kurz vor dem Jahreswechsel hat mich Naicke angeschrieben, ob denn mein Song Stockholm für eine Kooperation zur Verfügung, sie hätte da nämlich eine Idee.

Ich will nicht verschweigen, dass ich für einen Moment skeptisch war, das ist nicht unbedingt die Musikrichtung, in der ich zu Hause bin. Aber es hatte auch was, so eine Unbeschwertheit, Leichtigkeit, ich weiß echt nicht, wie ich es beschreiben soll.

Jedenfalls haben wir den Track gemacht. Da ist er. Mit einem wunderschönen Video. Danke Naicke!

Daniel Decker – Diese Stadt ist ein Scheißdreck (Remix)

Das hier ist noch so eine Geschichte aus längster Vergangenheit. Daniel ist ein Typ, den ich von Twitter her kenne und irgendwann so Ende 2015 haben wir diese kleine Kooperation hier gestartet. Im Januar 2016 hatte ich dann einen Remix zu seinem Song Diese Stadt ist ein Scheißdreck fertig.

Keine 5 Jahre später hat Daniel die EP Diese Stadt ist ein Remix veröffentlicht, auf der mein kleiner Remix von damals endlich das Licht der weiten Welt erblickte.

Für mich ist es sehr faszinierend, so alte Musik von mir zu hören. Ich bin ehrlicherweise sehr skeptisch gegenüber meiner frühen Kunstwerke. Aber ich bin auch ein bisschen beeindruckt, was mein Vergangenheits-Ich seinerzeit so an kreativen Ideen rausgehauen hat. Nun, hört selbst!

lilabungalow – Peace To Gold (Remix)

Das hier ist eine etwas ältere Geschichte. Irgendwann 2016 war ich beim Bühnenterroristen zu Hause bei einem Wohnzimmerkonzert, wo Patrick von lilabungalow aufspielte. Das war ein netter Abend und wie das immer so ist, kommt man ja ins Gespräch und da ich bei solchen Anlässen immer etwas monothematisch unterwegs bin, hatte ich ein paar Wochen später die Einzelspuren zu dem Song Peace To Gold auf der Platte.

Ein paar weitere Wochen später hatte ich einen Remix fertig, der eigentlich ziemlich cool war und über Patricks Verlag irgendwie veröffentlich wurde. Es existieren jedenfalls Einträge in irgendwelchen obskuren GEMA-Datenbanken, wie ich aus informierten Kreisen erfahren habe. In freier Wildbahn gesehen bzw. gehört, hab ich den Remix leider nie.

Machen wir einen kleinen Zeitsprung nach 2020. lilabungalow veröffentlicht ein neues Album, was auf den schönen Namen Lichten hört und wirklich sehr schön klingt. Das hat mich an den alten Remix erinnert, den ich als irgendwie gar nicht mal so gut in Erinnerung hatte und erstmal aus den Untiefen meiner Datenablage heraussuchen musste.

Überraschenderweise fand ich das aber ziemlich geil, was ich da hörte und dann fand ich etwas schade, dass dieses Meisterwerk der Weltöffentlichkeit verwehrt bleiben sollte. Also, hier ist das gute Stück!

Sukie – Action/Reaction (Remix)

Yeah, neuer Remix! Dieser hier ist etwas anders als die anderen, denn er ist inoffiziell zu Stande gekommen. Fing damit an, dass ich diesen Song von Sukie hörte:

Die Stelle ganz am Ende des Tracks, wo man nur die Stimme hört, hats mir irgendwie angetan. Früher – noch vor meiner Zeit – wurde intensiv nach genau solchen Snippets auf alten Platten gesucht. Daraus wurden dann oft die Hooks in Old School – Hip Hop Tracks oder sie wurden als Loop in Downbeat- oder Trip Hop – Produktionen eingebaut. Und genau das wollte ich auch tun.

Ich hatte das eigentlich nur als eine Art Fingerübung geplant und mal n Abend ne Stunde ein Loop zusammengebastelt. Aber das hat Spaß gemacht und klang sehr nett, also wurde ein paar Wochen später ein kompletter Remix draus:

Ganz nett oder?

Wie auch immer, habt ruhig mal ein Auge auf Sukie. Sie hat gerade ihre erste EP gedropped – Love And Impatience. Ich find die ziemlich gut. Da kommt bestimmt noch mehr in Zukunft!

Less – Play Me (Remix)

Das Schöne an dieser ganzen Remix-Geschichte ist ja, dass es einen immer wieder in komplett neue Ecken der Musikwelt treibt. Man findet sich plötzlich in Stilrichtungen wieder, die man sonst vermutlich nie betreten hätte.

In dem Fall von Play Me hatte ich plötzlich einen recht finsteren Tech-House-Track zusammen gebastelt, wo ich beim besten Willen nicht mehr erklären kann, wie ich darauf gekommen und wo das herkam. Der Track wollte genau das sein, was er am Ende geworden ist.

Möglicherweise liegt das auch am Thema des Songs. Auf den Social Media – Kanälen habe ich den Titel bisher damit beworben, dass er sich vermutlich perfekt für den Einsatz auf irgendwelchen BDSM-Keller-Techno-Raves eignen sollte, in völliger Unkenntnis darüber, was tatsächlich auf BDSM-Keller-Techno-Raves gespielt wird. Ich war nämlich noch nie bei einem.

Aber ich war um die Jahrtausendwende mal in ein paar finsteren Berliner Techno Clubs und den Vibe habe ich ganz gerne aufgegriffen. Das ist vielleicht auch ein Grund, warum mein Track aus den anderen Remixen auf der EP etwas heraussticht. Nicht nur, fehlt mir das Produktionslevel der anderen Kollegen, sondern das Ding ist auch verdammt oldschool.

Vielen Dank an Stefan Leßner aka Less, dass ich bei der Aktion mitmachen durfte. Ich hatte definitiv großen Spaß mit dem Track und finde, das Ergebnis kann sich hören lassen. Das liegt zu nicht ganz unerheblichen Teilen auch daran, dass der Track ein professionelles Mastering erfahren hat, wofür ich gerne auch nochmal vielen Dank an Reede Reynolds sende. Viel Spaß beim Raven!

Die komplette EP mit allen anderen Remixen findet ihr z.B. hier oder halt überall, wo ihr sonst so Musik hört.

Falls ihr Bock auf etwas zeitgemäßeren Elektrosound habt, dann hört ruhig mal in die anderen Sachen von Less rein. Hier z.B. das Original zum Remix.

Clock Opera – Run (Remix)

Es ist lange her, dass ich bei einem Remix-Contest mitgemacht habe. Das ist selten erfolgsversprechend, gegen hunderte andere und zum Teil deutlich fähigere Produzenten anzutreten. Man geht da meistens in der Masse unter.

In diesem Fall musste ich aber mitmachen. Clock Opera gehören seit ihrem Debütalbum Ways To Forget zu meinen absoluten Favoriten. Diese Chance wollte ich mir nicht entgehen lassen, auch wenn ich mir nach wie vor keine Hoffnungen gemacht habe, irgendwas zu gewinnen.

Am Ende kam dabei ein Remix bei rum, der mir sehr viel Spaß gemacht hat und mir auch nach wie vor sehr gut gefällt. Hoffe, das geht euch ähnlich.

(Soundcloud-Link)

Zum Vergleich hier der Original-Track:

The Hearing – When In Doubt (Remix)

Skandinavische Musik klingt für mich oft ein bisschen magisch. Keine Ahnung, wie die das machen, aber ich gehe davon aus, dass die einfach immer etwas Feenstaub haben und den über ihre Aufnahmen streuen.

Eine dieser magischen Künstlerin habe ich im letzten Jahr beim JaJaJa in Berlin kennengelernt, wo sie unter dem Name The Hearing ein wirklich sehr schönes Set gespielt hat. Wie das immer so ist, man quatscht kurz, einer fragt wegen Remix, die andere ist zu höflich, um nein zu sagen und so passieren manchmal merkwürdige Dinge. In diesem Fall hoffe ich, dass etwas wunderschönes dabei herausgekommen ist, denn ich habe ja selten die Chance mit so einer Stimme arbeiten zu dürfen und ich hatte auch echt unendlich Spaß an diesem Song. Ich hoffe, das geht euch beim Hören auch so!

Da ihr jetzt natürlich alle das Original hören wollt, könnt ihr das tun: Hier zum Beispiel!

Ich empfehle euch aber dringend, das neue Album von The Hearing zu hören/streamen/kaufen. Es heißt Demian, ist sehr toll und enthält auch das Original zu dem Track hier. Hier ist ein Link, der euch zu Spotify führt. Gibt’s aber auch bei allen anderen Anbietern. Ihr wisst schon. Danke!

Starfrosch feat. Jerry Spoon – Kalte Ohren (Remix)

Manchmal geht das mit dem Remixen auch schief. Kann vielfältige Gründe dafür geben, manchmal kommt es aus verschiedenen Gründen gar nicht erst zu Stande und manchmal bekomme ich einfach keinen guten Track auf die Reihe. Mein Versprechen an die Künstler ist dann immer, dass der Track einfach nie veröffentlicht wird. Keine Sorge, keiner der bisher unveröffentlichten Remixe liegt zu Unrecht in der Schublade.

In diesem Fall ging das nicht so ganz komplett schief, aber so richtig glücklich ist auch niemand mit meinem Remix. Irgendwie klingt der recht lahm und mutlos und tatsächlich etwas uninspiriert. Mit ein wenig Abstand kann ich das ganz selbstkritisch wohl darauf zurückführen, dass ich einfach zu beeindruckt vom Original war und zu stark versucht habe, dem nachzueifern. Das ist weder mein Stil noch mein Produktionslevel. Und ganz vielleicht hatte ich auch eine kleine kreative Tiefphase im April/Mai, als ich an dem Track saß. Sowas kommt leider auch vor.

Das Ergebnis ist aber trotzdem hörbar – ich mag z.B. die Bassline da gegen Ende irgendwie, daher möchte ich das hier trotzdem dokumentieren und auch die Gelegenheit nutzen, auf die großartige Arbeit von Markus aka Starfrosch hinzuweisen. Erstmal macht er zusammen mit seinem Partner in Crime Jerry Spoon großartige Musik – hört euch ruhig mal das Album zu dem Track hier an! – und dann betreibt er auch noch eine Art Chart-Seite für freie Musik, auf der ausschließlich großartige Musik zu finden ist. Ein Paradis für Content Creators die den passenden Sound suchen, aber auch darüber hinaus eine reine Goldgrube für gute Musik. Überhaupt, folgt ihm einfach mal auf Twitter oder so und klickt ab und zu mal auf seine Musikempfehlungen, lohnt sich!

Zum Abschluss pack ich euch hier noch den Originaltrack als Video rein, das ist ja auch sehr gelungen wie man sieht.

Nachtrag: Falls ihr ein paar gelungenere Remixe von dem Track hören wollt, könnt ihr hier mal reinhören, in das offizielle Remix-Album.