Album – Back To Work

Es ist jetzt zwei Jahre her, seit Metropolis erschienen ist. Umzug, Renovierung und der übliche Kram, den Haus und Hof so mit sich bringen, haben eine Menge Zeit und Kraft gekostet. Daher war ich sehr froh, dass ich mich zwischendurch immer mal wieder an die Arbeit zum mittlerweile 8. Six Umbrellas – Studioalbum machen konnte.

Arbeit ist das Thema. Dabei habe ich eigentlich nur nach einem passenden Sample für Track Nr. 3 gesucht. Aber es passt irgendwie auch. Arbeit als sinnstiftende Aktivität. Hinterher sehen – oder hören – was man geschafft hat. Das passt zu mir, das bin ich.

Gleichzeitig aber auch die Ambivalenz, Arbeit als Konstrukt, ja gar als Käfig des Kapitalismus. Arbeit, sonst …

Aber ja, es war nur ein Sample, was mir ein schönes Label geliefert hat, um euch meine Arbeit der letzten beiden Jahre präsentieren zu können.

Pulse Logic – Ein schöner düsterer Acid-Track, der euch mit seiner Stimmung auf die falsche Fährte locken darf.

Arrival – Das euphorische Ankommen in meinem neuen Leben.

Back To Work – Gleichzeitig Arbeiterrave und Kapitalismuskritik.

Dumpling Euphoria – Euphorie mit fernöstlichem Thema.

Kid Dispute – Mir wurde Tango unterstellt, was ich definitiv nicht im Sinn hatte, beim Komponieren. Aber es lässt sich im Nachhinein nicht mal abstreiten.

Focus – Meine persönliche Ode an den Road Trip. Vielleicht. Ich kann mir den Track jedenfalls gut für die Reise-Playlist vorstellen.

Gin Tonic – Wenn man dem klassischen Absturz frohlockt, dann könnte das ganz gut passen.

Medicine – Gleichermaßen Ursache, als auch Heilmittel für die Schmerzen in euren Ohren. Das Ying und Yang dieses Albums!

That Easy – Ein Hilfeschrei der da ruft: Der Komponist würde so gerne Plunder Phonics machen, kann es sich aber nicht leisten, Samples clearen zu lassen.

Ich habe ein gutes Gefühl bei diesem Album. Einigen Leuten wird vielleicht die etwas positivere Note auffallen, hier und da ein paar mehr harmonische Elemente, generell eine positivere Stimmung. Das ist Absicht. Ein Spiegel meines Lebensgefühl und auch ein ganz klarer und bitter nötiger Kontrast zu der Welt da draußen.

Ein großer Dank geht wie immer raus an meine Supporter: Benjamin, Wolf, Heiko, Andreas, Benito, FC Stoffel. Euer Feedback war extrem hilfreich!

Back To Work erscheint auf Der Kleine Grüne Würfel unter CC-BY-SA – Lizenz* und sollte überall erhältlich sein, wo es online Musik gibt.

* Wenn ihr mehr Rechte oder mein Einverständnis für irgendeines eurer Projekte braucht, meldet euch einfach.

Kabelbrand für alle

Vor ziemlich genau drei Jahren wurde mein wunderschöner Remix von Wer Löscht Den Kabelbrand total exklusiv auf Egon Forever!s Hit Attacke veröffentlicht. Falls ihr damals keine der limitierten CDs abgreifen konntet, habe ich gute Nachrichten für euch: Der Remix ist jetzt überall erhältlich!

Naomi Sample & The Go Go Ghosts haben ihr wundervolles Album Robert Redford von allerlei coolen Leuten remixen lassen – sogar einen DJ Igelknie Remix konnten sie klar machen! – und als Robert Redford Variationen erneut veröffentlicht. Meine Kabelbrand-Interpretation, auf die ich immer noch sehr stolz bin, ist mit dabei. Hört mal rein! Und dreht ordentlich laut, der Track hat’s verdient.

Neu

Es wird ein neues Album geben \o/

Release: 6.4.2026

Tracklist:
1. Pulse Logic
2. Arrival
3. Back To Work
4. Dumpling Euphoria
5. Kid Dispute
6. Focus
7. Gin Tonic
8. Medicine
9. That Easy

    Martin Tetzlaff – Karlheinz Böhm (Remix)

    Martin Tetzlaff hatte die Ehre den Song Karlheinz Böhm von Herr Wade zu covern und diesen dann auf deren Coveralbum Herr Wade & Seine Freunde zu veröffentlichen. Herr Wade ist ein ziemlich spannendes Deutsch-Norwegisches Bandprojekt, das ich leider auch erst jetzt entdeckt habe. Definitiv zu empfehlen. Das Coveralbum scheint es bisher aber noch nicht im Streaming zu geben, aber ich hörte, es gibt da ein schickes Vinyl.

    Da Martin den Songhttps://martintetzlaff.bandcamp.com/track/karlheinz-b-hm-in-rixdorf-ist-musike-herr-wade-tanzt-remix auch als Single veröffentlichen wollte, hat er mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, zu remixen. Hatte ich. Hab ich. Und hier ist das gute Stück.

    Ich mag den Song sehr. Diese Zeile ‚Ich hab den Kopf voller Melodien‘ spricht mir ein wenig aus der Seele. Anders als Martin, der hier mit seinem Rap(!) in Berliner Mundart(!!!) ganz neues Terrain betritt, bin ich aber nicht ganz so tanzsscheu, das hab ich in meiner Version mal eben korrigiert.

    Und ich mag auch meinen Remix sehr. Obwohl ich gerade nicht so wahnsinnig viel Freizeit habe und dieses Jahr musikalisch auch nichts groß anderes mehr schaffen werde, hatte ich großen Spaß an dem Projekt und liebe das Ergebnis sehr. Hoffe, das geht euch ähnlich.

    Sollte überall verfügbar sein, bei Bandcamp und auch überall sonst.

    Martin Tetzlaff – Achterbahn (Remixe)

    Martin Tetzlaff hat ein neues Album am Start – Hideaway. Das wird am 3. November erscheinen. Bis dahin veröffentlicht er – wie man das so macht – hier und da mal ne Single. Eine davon war der Song Achterbahn.

    Er hatte mir den Song rechtzeitig zur Verfügung gestellt, aber ein paar Dinge kamen dazwischen und ich bin über den Sommer in ein kleines kreatives Tief gefallen, so dass meine Remixe erst zum Release von Days In Slow Motion fertig waren. Was übrigens ein wunderschöner Song ist!

    Warum eigentlich Remixe, Thomas? Was war da los?

    Gut, das du fragst! Ich war seinerzeit etwas frustriert mit meiner Kunst und mochte das, was jetzt als Rollercoaster Dub Remix veröffentlicht wurde, nicht sonderlich. Daher hab ich den Resetknopf gedrückt, neu angefangen und etwas völlig anderes probiert.

    Martin hingegen fand den ersten Wurf durchaus sehr hörenswert und bestand darauf, einfach beide Tracks rauszuhauen. Und dafür bin ich ihm sehr dankbar. Mit etwas Abstand macht mir auch der Rollercoaster Dub Remix wieder sehr viel Spaß.

    Am 1. November lädt Martin zur Record Release Party ins Lark/ Berlin. Kommt doch vorbei, wenn’s passt und erzählt mir welchen meiner Remixe ihr schöner findet. Oder lasst uns einfach gemeinsam ein Getränk konsumieren und den Kopf leicht zur Musik wippen. Würd mich freuen.

    Naomi Sample And The Go Go Ghosts – Kabelbrand (Remix)

    Naomi Sample ist auf diesen Seiten kein Unbekannter. Unsere musikalische Kollaboration begann vor beinahe 10 Jahren, als ich einen Song namens Elbstrand für eine Hamburger Kombo mit dem schönen Namen Uijuijui remixte.

    Ende 2022 haben Naomi Sample And The Go Go Ghosts nach 18 Jahren endlich ihr Debüt-Album Robert Redford rausgebracht und mal davon abgesehen, dass es ein richtig tolles Album geworden ist, hatte ich obendrein auch das Vergnügen wieder mal was zu remixen.

    Der Track heißt Wer löscht den Kabelbrand? und wirft einen eher existentialistischen Blick auf das Leben. Ich habe wie üblich viel Elektro drauf geworfen und hatte ziemlich viel Spaß mit den Beats.

    Verfügbar ist der Track derzeit nur auf einem physischen Tonträger, nämlich der auf der Egon Forever! Hit Attacke, die leider streng limitiert ist. Mit etwas Glück könnt ihr hier noch zuschlagen. Ich hab die hier beim Schreiben gerade laufen und kann euch versprechen, dass sie eure Musiksammlung sehr bereichert!

    Und bis die CD bei euch ankommt, solltet ihr das Album von Naomi Sample And The Go Go Ghosts hören!

    Saturn Summer by Sally Reynolds

    Sally Reynolds hatte gleich zwei Visualisierungen zu meinem Track ‚Longest Summer‘ gemacht, aber ich dachte mir, ich veröffentliche sie etwas zeitversetzt, um beiden die gebührende Aufmerksamkeit zu gönnen, die sie verdient haben.

    Das hätte gut und gerne auch schief gehen können, man wird ja vergesslich. Aber heute fällt in Berlin der erste Schnee, der viel zu lange Sommer ist damit wohl endgültig vorbei und das ist eine gute Gelegenheit für das Video.

    Dieses Mal hypnotisiert uns Sally mit den Saturn-Ringen und ich schreibe das nicht so leichtfertig, die Hypnose funktioniert. Und natürlich bin ich hin und weg, wie gut auch das zu dem Track passt, dieser wundervolle Tanz zwischen Leichtigkeit und Beklemmung.

    Mehr von Sallys Arbeiten findet ihr hier.

    Martin Tetzlaff – Paul (Remix)

    Mit Paul hat mir Martin dieses Mal einen deutlich getrageneren und thematisch auch düstereren Song zum Remixen rübergegeben, als beim letzten Mal. Tatsächlich dachte ich kurz vorher noch darüber nach, mal wieder etwas mit Downbeats zu machen, ein wenig Trip Hop vielleicht, und hier fiel mir die perfekte Gelegenheit dafür in den Schoß.

    Außerdem experimentiere ich hier mit einem kleinen modularen Setup etwas rum, was in Kombination mit dem Tempo fast automatisch zu einem drohnigeren Klangambiente führt. Das ist Musikersprech, für getragene, eintönige und langweilige Musik und normalerweise ganz und gar nicht mein Sound. Aber…

    … ich liebe alles daran. Für mich passt das einfach unglaublich gut zu der Stimmung des Songs und es passt auch thematisch zu der Story, die der Song erzählt. Es ist beklemmend, intensiv, dramatisch und auch ein wenig bedrohlich. Und irgendwie hat es auch etwas Unausweichliches. Nun ja, normalerweise nicht mein Sound, aber ich bin sehr dankbar für die Gelegenheit, auch mal diese etwas andere musikalische Perspektive einnehmen zu dürfen.

    Martin hat für den Song ein perfektes Video gedreht. Und dann hat er daraus auch mal eben noch ein perfektes Video für meinen Remix geremixt. Remixception!

    Martin Tetzlaff – Paul (Six Umbrellas Remix)

    Mein Remix von Paul ist als B-Seite auf Martins aktueller Single Hospital erschienen. Ihr findet beide Songs überall, wo ihr Musik hört und natürlich auch auf Bandcamp. Und auch für diese neue Single gibt es ein großartiges Video.