Bestzeitselfie

Es war ein sehr kalter Abend beim Airport Night Run Mitte April 2019. Da alle meine Mitläufer entweder schneller waren oder nur die 10 km gelaufen sind, war keiner mehr da, um meinen Zieleinlauf entsprechend zu würdigen. Was ich gut verstehen kann. Wie gesagt, es war kalt.

Aber das war ein sehr schöner Moment, der Zieleinlauf. Wie der ganze Lauf zuvor nur aus schönen Momenten bestand. Ich war im Flow – von Anfang bis kurz vor Schluss mit konstanter und schneller Pace. Die Pacemakerin habe ich wirklich nur auf dem letzten Kilometer aus den Augen verloren, meine Waden fingen an zu protestieren.

Am Ende stand trotzdem die 2:05:23 auf der Uhr. Ich war im Training tatsächlich schon mal ein bisschen schneller, aber für so einen Lauf muss schon einiges zusammen kommen. Ich bin gerade sehr glücklich!

Airport Night Run

Die Idee war, wenn ich schon für einen Halbmarathon trainiere, kann ich doch ne Woche später gleich einen zweiten hinterher schieben. Das erschien mir ziemlich sinnvoll, die zweifelnden Blicke diverser anderer Laufsportler, denen ich davon erzählte, verunsicherten mich jedoch.


Überschaubare Startblöcke

Der Airport (Night) Run gehört seit einigen Jahren zu den festen Terminen in meinem Laufkalender, jedes Jahr aufs Neue denke ich mir: Wer weiß, wann man mal wieder die Chance hat, auf einem europäischen Großflughafen zu laufen! Bevor das Ding also eröffnet, nehm‘ ich das lieber nochmal mit. Und jedes Jahr wieder frage ich mich im Vorfeld, ob das denn so eine gute Idee ist, kilometerlange Runways entlang zu rennen, mit großer Chance auf Wind und Wetter.

Aber was tatsächlich auch jedes Jahr passiert: Es macht ziemlich viel Spaß. Sieht die Strecke auf dem Papier doch alles andere als einladend aus, läuft sie sich ziemlich gut. Die Stimmung im Läuferfeld ist ziemlich gut und mit etwas Glück erlebt man einen atemberaubenden Sonnenuntergang.

Ich bin den Halbmarathon dort jetzt zum ersten Mal gelaufen und es hat sich echt gut angefühlt. Offenbar war meine Tagesform ziemlich gut und besonders der Anfang der zweiten Runde, so Kilometer 11 bis 14, lief richtig gut. Leider kam dann zum Ende doch wieder der große Einbruch, die letzten Kilometer musste ich mich regelrecht ins Ziel kämpfen. Es liegt die Vermutung nahe, dass ich da im Training noch irgendwas machen müsste, um da am Ende etwas besser durchzuhalten. Mal schauen.

Eine neue Bestzeit ist es dadurch leider nicht geworden, aber ich bin mit der 2:20:45h erstmal ziemlich zufrieden.